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Hernández spricht über "schlimmste Zeit" - Bayern sucht neuen Verteidiger

Bayern-Star Hernández spricht erstmals über seine drohende Gefängnisstrafe und erklärt, wie hart seine Anfangszeit in München war. Er bedankt sich beim Verein, der ihm „immer zur Seite“ gestanden hat.
| Maximilian Koch
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Lucas Hernández.
Lucas Hernández. © Marius Becker/dpa/Archivbild

München - München - Das Schweigen hat ein Ende: Bayern-Star Lucas Hernández spricht erstmals öffentlich über seine drohende Gefängnisstrafe, die den gesamten Klub in den vergangenen Monaten beschäftigte. „Das war für mich eine sehr schwierige Zeit“, sagte Hernández dem „Kicker“: „Gott sei Dank ist alles gut geworden.“

Hernández war wegen eines Verstoßes gegen ein Annäherungs- und Kontaktverbot gegenüber seiner heutigen Ehefrau Amelia im Dezember 2019 zu einer sechsmonatigen Haft verurteilt worden.

Gericht in Madrid hob Vollstreckung auf

Ende Oktober gab das Landgericht in Madrid dem Einspruch des Profis gegen den Haftbefehl statt und hob die Vollstreckung des Urteils auf.

 Hernández auch privat in Turbulenzen

„Weder meine Frau noch ich haben verstanden, warum die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen mich eröffnet hat“, sagte Hernández: „Es handelte sich ja um einen Vorfall aus dem Jahr 2017, das ist Vergangenheit. Die Gegenwart ist, dass meine Frau schwanger ist, dass ich sie liebe – und dass sie mich liebt.“

Der 25-jährige Abwehrspieler bedankte sich beim FC Bayern, der ihm „immer zur Seite stand. Die Verantwortlichen haben meine Situation verstanden und mir geholfen.“ Seine Anwälte hätten ihm aber stets versichert, „dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche“.

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Start bei Bayern "keine einfachen Jahre"

Überhaupt hatte er seit seinem Wechsel nach München als teuerster Spieler der Bundesliga-Geschichte 2019 für stolze 80 Millionen Euro „keine einfachen Jahre“, sagte Hernández mit Blick auf seine Verletzungsmisere.

Die ersten eineinhalb Spielzeiten seien „definitiv die schlimmste Zeit meiner Karriere“ gewesen, „sehr kompliziert“.

Die Rekordablöse sei jedoch nie eine Belastung für ihn gewesen, ergänzte Hernández. „Es war ein großer Transfer, und es ist viel Geld, keine Frage. Aber zu dieser Zeit, vor Corona, gab es viele solcher Transfers. Ich versuche, jeden einzelnen Euro meiner Ablöse mit Leistung zurückzuzahlen.“

Hernández soll neuer Abwehrchef werden

Das erwarten die Münchner auch von ihm – Hernández soll nach den Abschieden von den langjährigen Stammspielern David Alaba und Jérôme Boateng der neue Abwehrchef werden. Bislang spielt der Franzose eine gute Saison, doch er muss noch dominanter werden und die Viererkette organisieren.

Ab und an wirkt es so, als würde ein Mann fehlen, der lautstark Kommandos gibt. Auch beim 3:2-Sieg in Dortmund zeigte sich die Bayern-Defensive anfällig, nicht immer sortiert. „Wir spielen ein extrem offensiv ausgerichtetes System“, sagte Vorstandschef Oliver Kahn. Dass die Gegner bisweilen ungestört auf die Abwehr zustürmen dürfen, habe „mit Balance im Spiel zu tun, nicht mit einzelnen Spielern“, ergänzte Kahn: „Da versucht der Trainer Julian Nagelsmann, noch mehr Stabilität ins Spiel reinzubringen.“

Bayern nicht zufrieden mit Pavard

Nicht zu einhundert Prozent glücklich ist man in der Bayern-Führung mit Benjamin Pavard. Der französische Weltmeister und Rechtsverteidiger stagniert in seiner sportlichen Entwicklung, zudem spricht der Franzose nach fünfeinhalb Jahren in der Bundesliga weiterhin nur mäßig Deutsch. Das sorgt für Irritationen.

Weil auch Josip Stanisic noch nicht konstant auf Topniveau spielt und Niklas Süle seine größten Stärken in der Innenverteidigung hat, sucht Bayern hinten rechts nach Verstärkung. Wohlwissend, dass der internationale Markt auf dieser Position seit Jahren überschaubar ist.

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