"Habe nichts Persönliches gegen ihn, aber": Hoeneß schießt gegen FC-Bayern-Boss Eberl

Die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern München ist spannend. Uli Hoeneß sieht die Tendenz zu einer Verlängerung. Komplett überzeugt hat der Sportvorstand seiner Meinung nach aber nicht.
AZ/dpa |
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Ehrenpräsident Hoeneß spricht über "Zweifel". (Archivbild)
Ehrenpräsident Hoeneß spricht über "Zweifel". (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Uli Hoeneß hat die Arbeit von Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern gelobt, sich in der Zukunftsfrage aber nicht festgelegt. Der Ehrenpräsident sprach von einer Tendenz "60 zu 40 für eine Verlängerung", fügte aber im "Spiegel"-Spitzengespräch auch hinzu: "Da sind noch Zweifel." Der Vertrag des Sportvorstands läuft noch bis 2027. Vom Sommer an wird die Frage nach der Zukunft des 52-Jährigen beim deutschen Fußball-Rekordmeister noch spannender werden. 

Eberl mit positiven Signalen

Eberl selbst hatte sich zuletzt positiv zu einer möglichen Verlängerung der Zusammenarbeit geäußert. "Es war am Anfang nicht einfach. Jetzt haben wir aber sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht", hatte er erklärt. "Man soll meinen Job bewerten. Und wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, länger bei Bayern zu bleiben."

Nach Ansicht von Hoeneß ist Eberl "ein Manager, der hier einen großen Anteil an unserem Erfolg dieser Saison hat." Über eine mögliche Verlängerung könne aber frühestens ab dem 1. Juli verhandelt werden, sagte das Aufsichtsratsmitglied, "weil Vorstände erst ein Jahr vorher verhandelt beziehungsweise verlängern können." Neben Eberl führen Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und seit Anfang des Jahres Rouven Kasper als Vorstand Marketing und Vertrieb den FC Bayern. 

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Hoeneß: Das überlasse ich dem Aufsichtsrat

Hoeneß betonte, dass er nicht tiefer in die Zukunftsfrage von Eberl einsteigen wolle. "Ich möchte jetzt nicht in Details gehen, das überlasse ich dann unserer Diskussion im Aufsichtsrat", sagte der 74-Jährige. In der Aufsichtsratssitzung im August müsse dann entschieden werden, "ob Max Eberl der Manager ist, der den FC Bayern in die Zukunft führen soll." 

Einen erneuten Seitenhieb gegen Eberl konnte er sich allerdings nicht verkneifen. Das Thema: Die Trainersuche im Sommer 2024. "Zuerst wollte er Thomas Tuchel, der noch ein Jahr Vertrag hatte, noch ein Jahr verlängern", kritisierte Hoeneß den Bayern-Boss: "Das bedeutet, er wäre noch zwei Jahre geblieben. Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer und ich haben das verhindert. Wir sagten, Thomas Tuchels Zeit ist vorbei." 

Seine Zukunft beim FC Bayern ist ungewiss: Sportvorstand Max Eberl.
Seine Zukunft beim FC Bayern ist ungewiss: Sportvorstand Max Eberl. © IMAGO

Hoeneß: "Ich habe nichts Persönliches gegen Eberl"

Wenig später meinte er: "Ich habe nichts Persönliches gegen Max Eberl, aber zu sagen, zum Beispiel, er habe mit Kompany den richtigen Trainer gefunden, wo er doch vorher mit Tuchel verlängern wollte, ist falsch. Wir wären nicht da, wo wir heute sind, wenn er das getan hätte. Es ist sein Job, Optionen parat zu haben."  

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Seit dem Frühjahr 2024 ist Eberl in München Sportvorstand. Wie sein Vertrag läuft auch der von Vorstandschef Dreesen im kommenden Jahr aus. Hier stehen alle Zeichen auf eine Vertragsverlängerung.

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