"Guardiola sitzt schon beim Frühstück über seinen Papieren"

Der Abwehr-Oldie spricht in Riva über seine Eindrücke von Neu-Trainer Pep Guardiola, seine Ziele und den belgischen WM-Traum.
| Patrick Strasser
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Daniel Van Buyten (l.) und Pep Guardiola besprechen sich während des Trainings des FC Bayern in Arco.
Rauchensteiner/Augenklick Daniel Van Buyten (l.) und Pep Guardiola besprechen sich während des Trainings des FC Bayern in Arco.

Riva del Garda - Mit Jan Kirchhoff (22) hat Daniel Van Buyten (35) seit Beginn des Trainings einen neuen Konkurrenten für die zwei Positionen in der Innenverteidigung. Abwehrchef dürfte Dante bleiben, doch der brasilianische Confed-Cup-Gewinner kehrt erst am 17. Juli aus dem Urlaub zurück.

Da Holger Badstuber (24) wegen seines zweiten Kreuzbandrisses noch lange fehlen wird, kämpfen momentan Jérome Boateng (24) sowie Kirchhoff und Oldie Van Buyten um die Stammplätze für den Pflichtspielstart.

Trotz des halben freien Tages sprach der Belgier am Mittag mit den Journalisten über...

...den neuen Coach Pep Guardiola und seine direkte Kommunikation:
"Das ist seine Art, so ist er. Ob mich das stört? Nein. So arbeitet der Trainer, er will den Kontakt. Oft fragt er, ob wir das gut verstehen, um sich sicher zu sein. Und: Sein Deutsch ist schon sehr gut. Der Trainer war nicht im Urlaub, er hat alles beobachtet, alle Spiele gesehen.“

...dessen Arbeitsweise: "Beim Frühstück sitzt er schon über seinen Papieren, hat auch immer seine Taktik-Tafel dabei. Dann hat er den Kopf unten und schreibt. Wir machen viel Video-Analyse, das hilft uns. Es ist besser, das zu sehen, was wir verbessern sollen."

...die After-Triple-Saison: „Wir hoffen, dass wir unsere Titel verteidigen können. Es gibt diese Saison auch andere Trophäen, die wir holen können. Wir wollen schauen, was möglich ist. Vielleicht dieses Jahr noch mehr. Noch mehr Vereine wollen den FC Bayern schlagen, auch weil wir einen Top-Trainer geholt haben.“

...die Abwehrkette: „So wie der Coach es bei Barca gemacht hat, lässt er auch hier arbeiten. Guardiola will immer Überzahlsituationen schaffen, von hinten kombinieren, keine langen Bälle spielen – das ist gar nicht seine Sache. Bei Ecken spielen mehr in der Zone, in der Raumdeckung. Jeder soll seine Zone verteidigen. Das ist alles abhängig von der Konzentration. Ob individuell oder Zone – das kann beides erfolgreich sein. Wir werden das noch üben.“

...sein persönliches Ziel für die Saison: „Ich bin sehr stolz, in einem der besten Vereine der Welt zu spielen. Wir hatten Highlights, große Momente, das will man wiederholen.“

...sein fortgeschrittenes Fußballer-Alter (35): „In meinem Alter gibt es nicht so viele Spieler, die auf so einem Niveau spielen können. Ich bekomme Komplimente von jungen Spielern, das macht mir Freude. Ich bin noch hungrig, ich habe noch Lust, Fußball zu spielen. Ich würde mich ärgern, nur zu Hause zu sitzen. Zwei, drei Jahre will ich vielleicht noch spielen. Mal schauen. Ich weiß noch nicht, was ich mache.“

...die belgische Nationalelf: „Wir haben eine große Saison vor uns, hohe Ziele. Am Ende gibt es noch die WM in Brasilien. Wir stehen ganz gut da in Qualifikation, haben drei Punkte Vorsprung auf Kroatien. Meine Nationalelf-Kollegen haben mir alle gratuliert und applaudiert, das war sehr schön als ich im Juni dorthin gekommen bin. Das hat der ganzen Mannschaft einen Schub gegeben.“

...über Freund und Mitspieler Franck Ribéry: „Franck ist ein Mensch, der sich an eine Situationen gewöhnen kann. Das funktioniert gut mit dem neuen Trainer, sie flachsen und haben Spaß miteinander.“

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