"Gehört dazu, wenn man Stürmer ist": Kanes Pannen-Partie nach der Preisverleihung

Es ertönte pompöser Sound aus den Lautsprecher-Boxen als Harry Kane kurz vorm Anpfiff wie ein Gladiator in die Allianz Arena einmarschierte. Dem Briten zu Ehren wurde "Land of Hope and Glory", die inoffizielle Nationalhymne Englands, das heimliche Gegenstück zur offiziellen britischen Nationalhymne "God Save the King" gespielt. Stehende Ovationen, Harry-Sprechchöre, ein ergreifender Moment voller Gold, Glanz und Gloria.
Den Ballon d'Or, die Auszeichnung als Weltfußballer in Händen, sprach King Kane über das Stadionmikrofon an die Fans in der Arena gerichtet: "Ich bin unglaublich stolz, ein Bayern-Spieler zu sein. Ich hoffe, wir gewinnen noch viele Titel zusammen."
"Das Größte, was uns als Klub passieren kann"
Nach einem Foto mit Präsident Herbert Hainer und dem FCB-Vorstand sowie Ehefrau Kate, den vier Kindern und seinem Bruder Charlie übergab der 33-Jährige die Goldkugel an seine Frau.
Die Ehrung des Mittelstürmers sei "das Größte, was uns als Klub passieren kann", meinte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen voller Stolz.
Gegen Dortmund gelingt Kane wenig
Im Spiel gegen Dortmund (2:2) war Bayerns erstem Weltfußballer seit Karl-Heinz Rummenigge 1981 wenig gelungen. Ein Pfostenschuss, ein Elfmeter an die Latte – Künstlerpech.
"Ich hätte wahrscheinlich noch eine Stunde länger da draußen stehen können, ohne dass der Ball ins Tor geht, und manchmal muss man das einfach schlucken", sagte der Engländer hinterher geknickt und ergänzte realistisch: "Aber das ist nun mal das Leben, das gehört dazu, wenn man Stürmer, wenn man Fußballer ist. Es war eine unglaubliche Woche, aber der Fokus liegt jetzt definitiv auf den kommenden Spielen. Man nimmt so was mit und hakt es ab."