Fünf gewinnt

Spielen Schweinsteiger, Robben, Ribéry, Müller und Gomez, haben die Bayern Erfolg. Van Gaal erklärt, wieso das auch in Mainz so sein wird
| Patrick Strasser
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München - Louis van Gaal schaut alles. Moment, stopp. Nein, die Ski-WM nicht, „dafür habe ich keine Zeit”. Aber jedes Fußballspiel. Der Bayern-Trainer zählte auf: „Unsere nächsten Gegner, Europa League, Champions League.” Und dabei verspürte der Holländer eine Prise Genugtuung, als er die Niederlage des FC Barcelona beim FC Arsenal verfolgt hatte. „Das war wie bei uns”, sagte er, „Arsenal war Köln.” Im Rheinland wird man sich freuen

Immer noch eifert van Gaal dem Vorbild FC Barcelona nach. Und wenn die mal verlieren, so sein Selbstverständnis, darf er auch mal verlieren. Aber niemals zwei Mal gegen einen Gegner in einer Saison – das ist ihm nur in der Vorrunde der vergangenen Champions-League-Saison gegen Girondins Bordeaux (1:2/0:2) passiert. Gegen Kaiserslautern hat man sich für das 0:2 in der Hinrunde bereits eindrucksvoll revanchiert (5:1), nun ist der FSV Mainz dran. „Der FC Bayern sollte jedes Spiel gewinnen”, sagte er am Freitag, „aber das ist eine Extra-Motivation.” Eine erneute Niederlage am Samstagabend (18.30 Uhr, Liveticker bei abendzeitung.de), es wäre schon die dritte im vierten Duell mit dem Mainzer Coach Thomas Tuchel, kommt für van Gaal nicht in Frage. „Es ist logischer, wenn wir gewinnen.”

Eine Begründung lieferte er nicht. Außer, dass „Mainz immer versucht, angreifend Fußball zu spielen”. Das macht es den Bayern leichter. Zweitens ist da der Druck des Augenblicks. „Natürlich sind es entscheidende Wochen”, sagte van Gaal. Er weiß: „Wenn wir nicht gewinnen, wird es eng. Wir wollen sobald wie möglich auf dem zweiten Platz stehen.” Noch sind die Bayern Dritter, drei Punkte hinter Leverkusen und 13 hinter Spitzenreiter Dortmund. Also:  „Wir sind verpflichtet, eine Aufholjagd zu machen. Wir können noch etwas machen mit dem FC Bayern. Aber wir müssen eine Siegesserie starten.”

Er hat das Personal dafür. Und hier kommt Grund Nummer drei: Sein Sieger-Quintett. Die Aufstellung wird dieselbe sein wie vorigen Samstag beim 4:0 gegen Hoffenheim, auch Arjen Robben ist trotz der im Training am Zaun zugezogenen Sehnenverletzung am kleinen Finger (van Gaal: „Das war auch ein bisschen dumm von ihm”). Das heißt: Es spielt die Anti-Pleiten-Versicherung, das Fünfeck: Mit Bastian Schweinsteiger als Sechser, Robben rechts und Franck Ribéry links, davor Thomas Müller und Mario Gomez als Sturmspitze in der Startelf hat der FC Bayern seit dem Amtsantritt von Louis van Gaal noch nie ein Spiel verloren – na ja, eines, das aber nicht wirklich zählt: das 2:3 im Achtelfinal-Hinspiel der letzten Champions-League-Saison beim AC Florenz. Doch erstens musste Gomez nach einer halben Stunde verletzt raus, zweitens bedeutete die Niederlage ja das Weiterkommen. Bei allen anderen Pleiten fehlte einer der Großen Fünf, Arjen Robben in der gesamten Vorrunde und zuletzt beim 2:3 in Köln. Die restlichen Spiele wurden sämtlich gewonnen. „Gegen Hoffenheim war zu sehen, welche Kraft Bayern München mit seiner Bestformation hat”, sagte Sportdirektor Cristian Nerlinger im „kicker”, „wenn unser Kader komplett ist, ist er der beste in Deutschland.” In Mainz, so Nerlinger, „können wir ein klares Zeichen setzen”. Mit der Idealformation, dem Fünfeck. Nur ein Platz im Team ist dann noch offen. Langfristig soll Toni Kroos (wieder im Training) Danijel Pranjic ersetzen.
Patrick Strasser

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