Frischer Wind beim FC Bayern München: Jupp Heynckes' neue Kabinenregeln

Ein neues System, eine neue Stammelf und intensiveres Training: Nicht nur auf dem Platz krempelt Jupp Heynckes die Bayern um – auch abseits des Rasens gibt es einige Veränderungen, an die sich die Spieler gewöhnen müssen.
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Seit 9. Oktober wieder Trainer bei den Bayern: Jupp Heynckes.
firo/Augenklick Seit 9. Oktober wieder Trainer bei den Bayern: Jupp Heynckes.

München - Etwas mehr als eine Woche ist Jupp Heynckes nun Trainer bei den Bayern. In dieser Zeit hat er schon einige Dinge verändert – und verbessert. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Carlo Ancelotti steht der 72-Jährige für ein anderes Spielsystem und eine andere Taktik. Auch das Training unterscheidet sich stark von dem des Italieners. Doch nicht nur auf dem Platz weht an der Säbener Straße nun ein frischer Wind – auch neben dem Platz bringt Heynckes neue Ordnung in den Verein.

Pünktlichkeit und Höflichkeit haben Priorität

Der Triple-Trainer legt Wert auf traditionelle Tugenden – Pünktlichkeit und Höflichkeit stehen bei ihm an oberster Stelle. Wie unter Ancelotti müssen die Spieler eine Stunde vor Beginn der Einheit auf dem Trainingsgelände erscheinen. Jedoch sind mit Heynckes als Trainer "die Abläufe in dieser Zeit ein bisschen anders", wie Fitness-Boss Holger Broich von der Sport Bild zitiert wird, die in ihrer aktuellen Ausgabe über Heynckes' neue Kabinenregeln berichtet. Konkret bedeutet das: Ein längeres und intensiveres Aufwärmen sowie häufigere Stabilisationsübungen. Zudem sollen alle Mitarbeiter des Verens gegrüßt und freundlich behandelt werden – vom obersten Boss bis zur Reinigungskraft.

In jeder Mannschaft gibt es kleinere Grüppchen – Heynckes ist gegen eine solche Cliquen-Bildung. Mats Hummels beklagte zuletzt den fehlenden Zusammenhalt im Team. Diesen möchte Heynckes nun wieder herstellen. Dass sich die Spanien- oder Frankreich-Fraktion untereinander besser versteht, ist in einer Mannschaft mit internationalen Superstars ganz normal. Jedoch möchte der Trainer nicht, dass sich die Gruppen voneinander abgrenzen oder gegeneinander arbeiten.

Unter Heynckes herrscht laut Sport Bild auch ein verschärftes Handy-Verbot. Im "Leistungstrakt" oder beim Essen dürfen die Spieler ihr Smartphone nicht benutzen, auch in der Kabine "soll das Handy nicht dauernd draußen sein", so Sebastian Rudy. Solange die Trainingsvorbereitung nicht gestört werde, dürfen es die Spieler aber benutzen.

Auch beim Essen gibt es Veränderungen: Das gemeinsame Speisen nach dem Training ist nun Pflicht – Heynckes möchte so den Zusammenhalt weiter stärken.

Die Spieler müssen sich also an etliche neue Regeln halten – bei einem Verstoß gibt es allerdings keine Geldstrafe. Laut Rudy bestehe die Zusammenarbeit vor allem auf einer "Vertrauensbasis".

Lesen Sie auch: Heynckes - Nagelsmann sollte noch nicht zu Bayern wechseln

 

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