Frauen des FC Bayern: "Historisch" ins Viertelfinale der Champions League

Frauenfußball-Meister FC Bayern steht nach einem 4:0 beim FC Rossiyanka zum ersten Mal im Viertelfinale der Champions League. Der nächste Gegner wird am Freitag kommender Woche (25. November) ausgelost.
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Doppel-Torschützin Vivianne Miedema schultert Gina Lewandowski.
Rauchensteiner/Augenklick (Archivbild) Doppel-Torschützin Vivianne Miedema schultert Gina Lewandowski.

München - Nach dem historischen Sieg des FC Bayern und dem erstmaligen Einzug ins Champions-League-Viertelfinale der Frauen stand FCB-Trainer Thomas Wörle die Freude ins Gesicht geschrieben. "Wir sind überglücklich. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft", erklärte der FCB-Trainer nach dem 4:0 (1:0) beim FC Rossiyanka.

Die Mannschaft habe sich "erst anpassen" müssen, dann aber habe die Mannschaft "das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen".

Vivianne Miedema (42. und 52. Minute), Sara Däbritz (72.) und Nora Holstad (90+2) trafen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und auf ungewohntem Kunstrasen für die überlegenen Bayern.

Ribéry verlängert?

Nach einer Roten Karte gegen Kseniya Korvalenko (48.) agierte das Team von Trainer Thomas Wörle zudem fast eine Halbzeit lang in Überzahl. Schon das Hinspiel vor einer Woche hatten die Bayern mit 4:0 gewonnen.

Im vierten Spiel innerhalb von 13 Tagen schonte Wörle die seit Wochen angeschlagenen Melanie Behringer und Simone Laudehr. Auch die Siegtorschützin vom vergangenen Wochenende gegen Frankfurt, Nicole Rolser, erhielt eine Verschnaufpause.

Reus-Comeback ausgerechnet gegen den FC Bayern?

Für dieses Trio begannen im Rodina Stadium Katharina Baunach, Carina Wenninger und Verena Faißt. Baunach an den Pfosten Wie im Hinspiel erwiesen sich die Russinnen lange als unangenehmer Gegner. Vor heimischem Publikum versuchten die Gastgeber nochmal alles, um den 0:4-Rückstand wettzumachen.

Doch die FCB-Defensive hatte das Geschehen jederzeit unter Kontrolle, Torhüterin Tinja-Riikka Korpela musste in der ersten Halbzeit nie ernsthaft eingreifen. Auf der anderen Seite erspielten sich die Münchnerinnen mehrere gute Gelegenheiten durch Lisa Evans (10.), Gina Lewandowski (28.), Baunach, die am Pfosten scheiterte (30.), und Miedema (41.).

Kurz vor dem Pausenpfiff fiel dann schließlich die verdiente Führung: Baunach spielte gekonnt in den Lauf von Miedema, die Yulia Grichenko im Rossiyanka-Tor mit einem Flachschuss ins lange Eck keine Abwehrchance ließ - 1:0 (42.).

Rot nach Grätsche

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es in die zweite Halbzeit, ehe es kurz nach Wiederanpfiff ungewollt zu einer personellen Änderung kam: Nach einer Grätsche von hinten gegen Däbritz musste Korvalenko mit Rot vom Platz (48.).

Mit der Führung im Rücken und in Überzahl dominierten die Bayern nun die Partie - und Miedema erhöhte nach Doppelpass mit Baunach schnell auf 2:0 (52.). Anschließend verhinderte Grichenko gegen Däbritz (59.) und Laudehr (66.) weitere Treffer, auf der Gegenseite konnte sich auch Korpela gegen die durchgebrochene Tia N'Rehy auszeichnen (68.).

Dann jubelten die Münchnerinnen zum dritten Mal. Einen Freistoß legte Holstad quer für Däbritz, die aus kurzer Distanz zum 3:0 traf (72.). In der restlichen Spielzeit ließen die Bayern nichts mehr anbrennen - und in der Nachspielzeit setzte Holstad mit einem 18-Meter-Schuss in den Torwinkel den 4:0-Schlusspunkt (90.+2).

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. So weit sind wir noch nie gekommen. Es war ein hartes Spiel. Rossiyanka ist eine gute Mannschaft. Aber nach der Roten Karte gab es mehr Räume für uns", sagte die Torschützin.

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