FC-Bayern-Trainer Niko Kovac kritisiert: Alles wird zunächst madig gemacht

Obwohl der FC Bayern noch in allen Wettbewerben vertreten ist, steht er teils stark in der Kritik. Trainer Niko Kovac kritisiert nun die geringe Wertschätzung für die Erfolge der Top-Klubs und fordert eine angemessene Einordnung seiner Arbeit.
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Befindet sich mit dem FC Bayern derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz: Trainer Niko Kovac.
Matthias Balk/dpa Befindet sich mit dem FC Bayern derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz: Trainer Niko Kovac.

München - Niko Kovac weiß, was in den kommenden Monaten von ihm verlangt wird. "Wir sind hier, um Titel zu holen. Das muss man beim FC Bayern", sagt der Trainer des Rekordmeisters daher nun im Interview mit dem "kicker".

Die Ausgangssituation für die Bayern ungewohnt schwierig: In der Bundesliga beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund, der am Montagabend in Nürnberg antritt, derzeit zwei Zähler. In der Champions League wartet mit Vorjahresfinalist Liverpool ein absoluter Kracher (Dienstag, 21 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker). Deutlich einfacher scheint die Situation für die Bayern im DFB Pokal zu sein, wo es für den Rekordmeister Anfang April gegen Zweitligist Heidenheim geht.

Niko Kovac: "Das ist leider unsere Gesellschaft"

Sollte es für die Bayern in dieser Saison lediglich für den nationalen Pokal reichen, will Niko Kovac diesen allerdings keinesfalls als Trostpreis verstanden wissen. "Das ist das Bösartige im Menschen, dass dieser Titel schlechtgeredet wird.", erwidert Kovac, der den Cup im Vorjahr mit Eintracht Frankfurt gewinnen konnte, und meint weiter: "So einfach ist es nicht, Pokalsieger zu werden. Und was für einen hohen Stellenwert hat der Supercup zum Beispiel in Spanien! Das ist leider unsere Gesellschaft: Alles wird zunächst madig gemacht, es gibt nichts Positives." Er selbst versuche daher, seinen Mitmenschen Wertschätzung zu zeigen. "Ich freue mich auch, wenn es anderen gut geht", sagt Kovac, der es auch akzeptieren könne, "wenn andere ebenfalls gut sind."

Seine erste Saison auf der Trainerbank des FC Bayern wolle er derweil nüchtern einschätzen. "Entscheidend ist wie wir es intern sehen - realistisch. Fantastereien wären naiv. Es ist kein Selbstläufer für uns gegen Liverpool, sondern eine 50:50-Geschichte", meint der Bayern-Coach, dem allerdings bewusst ist: "In der Champions League braucht man aber auch Glück."

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