FC Bayern München war an ihm dran: BVB-Scout Sven Mislintat zum FC Arsenal

Beim FC Bayern schauen sie nun in die Röhre: Sven Mislintat, begehrter Talentspäher von Borussia Dortmund, ist mit sofortiger Wirkung freigestellt worden und ab 1. Dezember für den FC Arsenal tätig.    
| sid/AZ
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Sven Mislintat hat beim FC Arsenal einen Dreijahresvertrag unterschrieben.
firo/Augenklick Sven Mislintat hat beim FC Arsenal einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

Beim FC Bayern schauen sie nun in die Röhre: Sven Mislintat, begehrter Talentspäher von Borussia Dortmund, ist mit sofortiger Wirkung freigestellt worden und ab 1. Dezember für den FC Arsenal tätig.  

Dortmund/München - In den vergangenen Tagen war in den Medien bereits über einen Wechsel Mislintats zu den Gunners spekuliert worden, jetzt steht es fest: Spielerscout Sven Mislintat wechselt für eine Millionensumme vom Bundesligisten Borussia Dortmund zum englischen Erstligisten FC Arsenal. Am 1. Dezember soll er sein neues Büro beim Premier-League-Klub beziehen.

Wie der DFB-Pokalsieger vermeldete, wurde der 45-Jährige mit sofortiger Wirkung freigestellt. Danach soll Mislintat bei den Engländern eine leitende Aufgabe in der Spielersichtung übernehmen. Dafür soll der 13-malige englische Meister knapp zwei Millionen Euro Ablösesumme nach Dortmund überwiesen haben.

"Sven Mislintat war zehn Jahre lang mein engster Mitarbeiter. Zwischen uns ist ein enges Vertrauensverhältnis entstanden. Er hat beim BVB hervorragende Arbeit geleistet", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Dies habe man berücksichtigt, "als Sven mich vor einigen Wochen darum bat, das außergewöhnliche Angebot des FC Arsenal annehmen zu dürfen. Wir wollten ihm diese Chance nicht verwehren", sagte Zorc.

Mislintat: Ein Auge für Talente

Die Identifizierung und Entwicklung von Talenten sei ein Kernbestandteil der Philosophie des FC Arsenal, und Mislintat verfüge über eine herausragende Erfolgsbilanz, sagte Arsenal-Trainer Arsène Wenger: "Wir freuen uns darauf, wenn er uns weiter nach vorne bringt."

Mislintat ist in der Branche wegen seines Auges für Talente bekannt. So war er maßgeblich an den Verpflichtungen von Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang, Ousmane Dembele oder Christian Pulisic beteiligt. Auch Rekordmeister FC Bayern soll großes Interesse an ihm gehabt haben.

Bereits vor mehreren Wochen hatte Borussia Dortmund seinem Scouting-Team eine neue Struktur mit Markus Pilawa an der Spitze gegeben.

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Mislintat: Streit mit Tuchel

Mislintat unterschrieb bei den Gunners einen Dreijahresvertrag: Der vor knapp einem Jahr in Dortmund zum "Leiter Profifußball" beförderte Mislintat begründet seinen Wechsel auch mit den Querelen der vergangenen Saison. Unter Thomas Tuchel habe er das Trainingsgelände nach einem Streit wegen der geplatzten Verpflichtung des spanischen Mittelfeldspielers Oliver Torres (Atletico Madrid) nicht mehr betreten dürfen, berichtet der Kicker.

"Ich wäre wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, mich mit anderen Klubs zu beschäftigen", wird Mislintat zitiert. "Das vom ehemaligen Trainer initiierte Verbot, das Trainingsgelände zu betreten und die Anweisung mich vom inneren Kreis fernzuhalten, von Spielern, vom Staff, von vielen Freunden, mit denen ich Jahre eng zusammengearbeitet habe, hat meine Denkweise sehr beeinflusst. Ich hatte auch in den Jahren zuvor schon Angebote, habe aber nie wirklich darüber nachgedacht, mich zu verändern." 

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