FC Bayern München: Ex-Kapitän Werner Olk wird 80

Werner Olk feiert am heutigen Donnerstag seinen 80. Geburtstag. Er war der erste Double-Kapitän des FC Bayern und gewann 1967 mit den Münchnern den Europapokal der Pokalsieger.
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Werner Olk: "Man merkt ja, dass man jedes Jahr älter wird. Aber ich kann alles essen, trinken, sehen, hören – im Grunde geht es mir also glänzend."
Archivbild Rauchensteiner/Augenklick Werner Olk: "Man merkt ja, dass man jedes Jahr älter wird. Aber ich kann alles essen, trinken, sehen, hören – im Grunde geht es mir also glänzend."

München - Werner Olk wurde dreimal Pokalsieger (1966, 1967, 1969) und 1969 deutscher Meister mit dem FC Bayern.

Am heutigen Donnerstag wird der "Adler von Giesing" - so nannte der frühere Manager Robert Schwan den Rechtsverteidiger mit Blick auf dessen akrobatische Luftkämpfe -  runde 80 Jahre alt.

Auf fcbayern.com spricht Jubilar Werner Olk über...

...die Zahl 80: "Man merkt ja, dass man jedes Jahr älter wird. Aber ich kann alles essen, trinken, sehen, hören – im Grunde geht es mir also glänzend. Das einzige, das mich ein wenig stört, ist eine Arthrose am Fußgelenk, wegen der ich nicht mehr in der Halle Fußball spielen kann."

...den Bundesliga-Aufstieg 1965: "Wären wir damals nicht aufgestiegen, hätte es die späteren Erfolge alle nicht gegeben, weil die Mannschaft auseinandergefallen wäre. Diese Gefahr hatte auch schon ein Jahr zuvor bestanden. Wir waren damals nach dem verpassten Aufstieg im Trainingslager am Ammersee, da kam Robert Schwan zu mir und meinte: 'Werner, wie schaffen wir es, dass alle Spieler für das nächste Jahr unterschreiben?' Da sagte ich zu Schwan: 'Ganz einfach, Sie müssen nur den Franz binden. Dann bleiben alle anderen auch.'" 

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...seine Nicht-Nominierung in der Nationalelf: "Ich hatte zweimal die Möglichkeit. 1960 war ich Verteidiger der Amateur-Nationalmannschaft, die sich für Olympia in Rom qualifizieren wollte. Wir waren auf einem guten Weg, setzten uns in der Qualifikation sogar gegen die A-Nationalmannschaft der DDR durch. Aber dann scheiterten wir kurz vor dem Ziel an Polen, weil zum Auswärtsspiel dort fünf unserer Spieler nicht einreisen durften, die damals bei der Bundeswehr waren. Die zweite Chance hatte ich 1962 für die Weltmeisterschaft in Chile. Dann stand das letzte Testspiel vor der Nominierung in Saarbrücken an. Helmut Schön, damals Assistent von Bundestrainer Sepp Herberger, hatte alle Spieler angerufen und angekündigt, dass keiner zur Weltmeisterschaft fahren würde, der bei diesem Testspiel fehlt. Nun hatten wir allerdings mit dem FC Bayern ebenfalls ein Freundschaftsspiel gegen die österreichische Nationalmannschaft, und unser Trainer Helmut Schneider bestand auf meinen Einsatz. Immerhin schrieb mir Herberger anschließend einen netten Brief, dass es ihm leidtue. Den Brief habe ich heute noch."

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Olk: "Freue mich sehr, wie es für Jupp läuft"

...seine wichtigste Station als Trainer? "Sehr speziell war die Zeit in Darmstadt. 1980 übernahm ich dort in der zweiten Liga und wir schafften den Aufstieg in die Bundesliga, was eine ziemliche Sensation war. Der Verein hatte kein Geld, es wurden von den Zuschauern sogar Pfennigbeiträge für die Errichtung einer Flutlichtanlage gesammelt. Und die halbe Mannschaft war berufstätig."

...seine Zeit als Co-Trainer unter Jupp Heynckes: "Ich freue mich wirklich sehr, wie es für Jupp derzeit läuft und wünsche ihm nur das Allerbeste. Manchmal schaue ich an der Säbener Straße vorbei, erst vergangene Woche haben wir zusammen mit Karl-Heinz Rummenigge zu Mittag gegessen und ein bisschen über die alten Zeiten gequatscht."

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