FC Bayern München: Bierhoff kontert Rummenigge-Kritik an Vermarktung

Oliver Bierhoff hat mit deutlichen Worten auf die Kritik aus der Bundesliga an der Vermarktung der Nationalspieler durch den DFB reagiert. Zuletzt hatte unter anderem der Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge den DFB kritisiert.
| dpa/sid/az
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Oliver Bierhoff wehrt sich gegen Kritik aus der Bundesliga.
dpa Oliver Bierhoff wehrt sich gegen Kritik aus der Bundesliga.

Düsseldorf - "Was mich stört, ist, dass der Eindruck erweckt wird, dass der DFB nur nimmt", sagte der Teammanager der Fußball-Nationalmannschaft am Freitag in Düsseldorf. Die Popularität der Spieler werde durch Einsätze in der Nationalmannschaft enorm gesteigert und damit auch der Wert für die Vereine.

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Zuletzt hatten Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den DFB als größten Konkurrenten um Sponsoren der Liga-Branchenführer bezeichnet. "Es wird auch durch Studien der Liga gezeigt, dass Heroes gefragt sind. Die Vereine profitieren von der Vermarktung, und wir entwickeln die Spieler auch weiter", sagte Bierhoff.

Die Popularität eines Spielers werde "enorm verstärkt, weil er in der Nationalmannschaft spielt", erklärte Bierhoff: "Und diese Popularität, die wir den Spielern geben, kommt auch den Vereinen zugute. Bei allem Respekt für Borussia Dortmund: Wenn sie nach China gehen, kommen die Fans und himmeln Hummels und Reus an, weil sie gute Turniere für die Nationalmannschaft spielen und nicht, weil sie gegen Mainz 05 spielen." Der Marktwert der Spieler erhöhe sich "bei Turnieren unheimlich".

Alle großen Spieler dieser Welt seien "zu Weltstars in der Nationalmannschaft geworden und weil sie ein großes Turnier gespielt haben. Wenn wir Bilder vor uns haben von Uwe Seeler oder Franz Beckenbauer, sind es zu 70 oder 80 Prozent Bilder von der Nationalmannschaft. Ich habe mit zwei großen Spielern gespielt, George Weah und Andrej Schewtschenko, die hatten null Werbeverträge, weil sie nicht in großen Nationalmannschaften gespielt haben."

"Wir stärken die Basis"

Auch die allgemeine Kritik an der "Übervermarktung" wies der Manager zurück. "Ich könnte mir mein Leben leichter machen, wenn es gar keine Vermarktung gäbe. Aber wir machen das nicht aus Spaß und nicht, um Dividenden an Aktionäre zu zahlen oder Spieler zu kaufen. Einen Großteil der Dividende verwenden wir, um die Basis zu stärken. Und auch das kommt wieder den Vereinen zugute."

Watzke hatte kürzlich in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe über den Einsatz von Nationalspielern für DFB-Sponsoren und gleichzeitige Konkurrenten von Vereins-Partnern gesagt: "Das kann nicht sein. Das funktioniert so nicht, und das werden wir dem DFB auch klarmachen. Diesen Wildwuchs müssen wir beschneiden."

Auch Rummenigge hatte bereits vor mehr als einem Monat während der US-Tour der Münchner für die Zukunft Einschränkungen für Auftritte von Auswahlspielern in Spots oder Anzeigen von Verbandssponsoren gefordert. Watzke sagte: "Da marschieren die großen Vereine Seite an Seite. Firmen zahlen sehr viel Geld an die Klubs, die Klubs bezahlen die Spieler, und mit denen macht der DFB dann Geld, das er für sich behält."

 

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