FC Bayern: Jubel-Arjen

„Der Typ ist der Wahnsinn“, sagt Giovane Elber über Bayerns neuen Superstar Robben. Exklusiv für die AZ hat Elber eine Rangliste der zehn besten Einkäufe seit dem Champions-League-Sieg erstellt
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Ganz in rot: Arjen Robben versenkte schon seinen dritten Freistoß in dieser Saison für den FC Bayern, der Mann macht sich unverzichtbar.
apn Ganz in rot: Arjen Robben versenkte schon seinen dritten Freistoß in dieser Saison für den FC Bayern, der Mann macht sich unverzichtbar.

„Der Typ ist der Wahnsinn“, sagt Giovane Elber über Bayerns neuen Superstar Robben. Exklusiv für die AZ hat Elber eine Rangliste der zehn besten Einkäufe seit dem Champions-League-Sieg erstellt

MÜNCHEN Wagen wir an dieser Stelle mal eine kühne Prognose. Wenn Anfang August wie jedes Jahr Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt wird, heißt der Titelträger 2010 Arjen Robben. Lediglich zwei Dinge könnten noch dazwischenkommen: ein überragendes WM-Turnier eines DFB-Nationalspielers in Südafrika oder eine Verletzung des Holländers.

Dass Robben auf diesem Niveau weitermacht, wäre für Bayern die Titelgarantie – fragt sich nur, für wie viele der drei möglichen. Ein paar Fakten zur Kunst, die Robben seit Wochen Jubel-Arien bescheren: Die Bayern holten mit dem 26-Jährigen 2,59 Punkte pro Spiel, ohne seine zehn Treffer (die sechs Torvorlagen nicht einberechnet) hätte Bayern in der Liga sieben Punkte weniger, wären als Vierter wohl Zuschauer im Titelrennen. Das zehnte Tor im 17. Spiel seit der Verpflichtung – eine Marke, die seit 1965 nur vier Bayern-Stars übertroffen haben (siehe Kasten unten), und diese vier waren Stürmer.

„Das war ein Volltreffer, der dem FC Bayern gelungen ist, ein ganz wichtiger Transfer“, urteilt Karl-Heinz Rummenigge. 24 Millionen Euro wurden im August 2009 an Real Madrid überwiesen, das Preisleistungsverhältnis stimmt also beim zweitteuersten Bayern-Import aller Zeiten. Damit steht Robben in etwa auf einer Stufe mit Franck Ribéry (2008 Fußballer des Jahres), hinter Mario Gomez, der noch sechs Millionen Euro teurer war.

Doch wer sind die Top-Transfers der letzten Jahre, wer die Big Player seit dem letzten Champions-League-Sieg im Jahre 2001?

Für die AZ stellt Giovane Elber (37), der von 1997 bis 2003 in 169 Bundesligaspielen für Bayern 92 Tore erzielte, die Top Ten auf. Sein Ranking überrascht, einen kleinen Latino-Bonus inklusive.

1. Zé Roberto (kam 2002 für 10 Mio. Euro von Bayer Leverkusen):

„Ein Weltklassespieler. Ich habe natürlich von seinen Vorlagen profitiert, als er Linksaußen war. Es zeigt doch, was für ein phänomenaler Kicker Zé war, dass ihn die Bayern 2007 für zwei Jahre zurückgeholt haben. Auf der Position im defensiven Mittelfeld wie aktuell beim HSV kann er noch Jahre spielen.“

2. Franck Ribéry (kam 2007 für 25 Mio. Euro von Olymp. Marseille):

„Dieser kleine Franzose macht einfach nur Spaß. Wenn er gesund ist und seine Form hat, ist er unwiderstehlich. Ihm zuzuschauen bei seinen Sprints und Tempo-Dribblings, ist eine wahre Freude. Er hat das Offensivspiel der Bayern auf ein neues Niveau gehoben.“

3. Claudio Pizarro (kam 2001 für 8,2 Mio. Euro von Werder Bremen:

„Claudio war und ist ein Fuchs. Er hat diese Nase, dieses Gespür für die Tore. Er ist einer der besten Fußballer, was die Technik betrifft, den ich je gesehen habe.“

4. Michael Ballack (kam 2002 für 6 Mio. Euro von Bayer Leverkusen):

„Ein Allrounder, ein sehr guter Fußballer – defensiv wie offensiv. Hat ein perfektes Kopfballspiel und Leader-Qualitäten.“

5. Roy Makaay (kam 2003 für 19,75 Mio. Euro von La Coruña):

„Auch wenn ich damals die Bayern verlassen musste, als er kam – seine Torquote (78 Tore in 129 Ligaspielen, d.Red.) spricht einfach für ihn. Ein brillanter Knipser, unspektakulär, eiskalt vor dem Tor.“

6. Luca Toni (kam 2007 für 11 Mio. Euro vom AC Florenz):

„Da muss man nur auf die Bilanz schauen: 24 Tore in der ersten Bundesliga-Saison sind Wahnsinn. Kaum einer kann seinen Körper so geschickt einsetzen, ist derart durchsetzungsstark im Zweikampf.“

7. Lucio (kam 2004 für 12 Mio. Euro von Bayer Leverkusen):

„Er war bis zu seinem Abschied letzten Sommer die dominierende Figur der Verteidigung. All die Titel in diesen Jahren hat Bayern auch ihm zu verdanken. Vor Lucio hatten die Gegner riesigen Respekt.“

8. Arjen Robben (kam 2009 für 25 Mio. Euro von Real Madrid):

„Der Typ ist der Wahnsinn, jedoch in meiner Top-Ten-Liste nicht ganz vorne, weil es seine Debüt-Saison ist. Robben hat diesen absoluten Siegerwillen, den eine Elf braucht. Er kann der Star der Bayern in den nächsten Jahren werden.“

9. Mark van Bommel (kam 2005 für 6 Mio. Euro vom FC Barcelona):

„Natürlich ist Mark kein spektakulärer Spieler, aber unangenehm für den Gegner – das ist auch wichtig. Hat es geschafft, als erster Ausländer beim FC Bayern Kapitän zu werden. Er ist der Boss der Mannschaft.“

10. Jörg Butt (kam 2008 ablösefrei von Benfica Lissabon):

„Das mag viele überraschen, dass er in meinem Ranking ist. Doch Butt kam als Nummer zwei und ist nun gesetzt – dank stabiler Leistungen.“ Patrick Strasser

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