FC Bayern: Gegen Paderborn kann Kovac die magische Serie ausbauen

Bayern-Trainer Niko Kovac ist seit 19 Spielen ungeschlagen und könnte nun die Koryphäen Ottmar Hitzfeld und Louis van Gaal überholen. Präsident Uli Hoeneß lobt: "Ich habe nie verstanden, warum er so viel Kritik einstecken musste."
| Patrick Strasser
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Trainerkoryphäen beim FC Bayern, deren Serien ohne Niederlage für Kovac (l.) in Reichweite liegen: Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Pep Guardiola, Udo Lattek und Louis van Gaal (v. r.).
dpa (4), firo/Rauchensteiner/Augenklick, AZ-Montage Trainerkoryphäen beim FC Bayern, deren Serien ohne Niederlage für Kovac (l.) in Reichweite liegen: Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Pep Guardiola, Udo Lattek und Louis van Gaal (v. r.).

München - Eine Quizfrage zum Wochenende – und bitte jetzt nicht gleich googeln! Reine Kopfsache, das ist eine Frage der Mentalität. Also, die Frage lautet: Wann und gegen wen hat der FC Bayern sein letztes Bundesligaspiel verloren? Na? Diese Saison ist der Meister nach fünf Partien, darunter zwei Unentschieden, noch ungeschlagen – das ist einfach.

Also geht der Blick zurück, weit zurück, bis zum 2. Februar diesen Jahres. Da erwischte es die Bayern mit 1:3 bei Bayer Leverkusen. Man schrieb den 20. Spieltag der Saison. Seit dem 21. Spieltag, dem 3:1 gegen Schalke (9.2.), ist Trainer Niko Kovac also ungeschlagen. Macht mittlerweile 19 Partien, mehr als eine komplette Hin- oder Rückserie.

FC Bayern vor Pflichtaufgabe in Paderborn

Diesen Samstag (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) wartet mit dem bisher sieglosen Aufsteiger SC Paderborn eine Pflichtaufgabe. Die Ostwestfalen haben bereits 14 Gegentore kassiert, nur Mainz eins mehr. Eine lockere Generalprobe für das wohl schwierigste Champions-League-Match dieser Vorrunde am Dienstag bei Tottenham Hotspur – oder Stolpergefahr, weil man den Kopf zu weit oben trägt?

Kovac hat von seinen Stars "absolute Seriösität" eingefordert, sagte: "Wir werden mit Respekt da hinfahren und müssen 100 Prozent geben. Wir wollen performen und in Paderborn gewinnen."

Um die Serie auszubauen, seine Serie. Denn dann stünde der 47-Jährige bei 20 ungeschlagenen Partien, hätte die bayerischen Trainer-Ikonen Ottmar Hitzfeld und Louis van Gaal überholt. Nur noch die anderen Trainer-Koryphäen Pep Guardiola, Rekordhalter der Unbesiegt-Serie mit 28 Partien zwischen August 2013 und März 2014, sowie Jupp Heynckes (Bestwert: 27) und Udo Lattek (23) stehen dann noch vor Kovac, sind aber durchaus in Reichweite.

Kovac bekommt Rückendeckung von Hoeneß

Kovac, der in seinem ersten Jahr das Double gewonnen hatte, allerdings im Achtelfinale der Champions League gescheitert war, erhielt soeben erst wieder Rückendeckung von Präsident Uli Hoeneß. "Ich habe nie verstanden, warum er in seiner ersten Saison so viel Kritik einstecken musste. Er ist noch ein junger Coach, hatte nicht viel internationale Erfahrung, musste ein neues Team aufbauen", sagte der 67-Jährige in einem Podcast des US-Magazins "Sports Illustrated" und lobte den Kroaten: "Das war eine schwierige Situation für ihn – da zwei Titel zu gewinnen, ist unglaublich. Man muss ihm gratulieren."

Außer einer Taktik-Debatte nach dem 1:1 vor zwei Wochen bei RB Leipzig über zu späte Korrekturen im System musste sich Kovac in dieser Spielzeit kaum gegen Kritiker zur Wehr setzen. In der Mannschaft kommt seine im Vergleich zum Vorjahr lockerere Art und die lange Leine (zwei freie Tage zu Beginn dieser Woche, entspannte Handhabe der Wiesn-Besuche der Profis) sehr gut an. Und von einer Herbst-Krise wie 2018 kann keine Rede sein.

Prost! Stars des FC Bayern lassen es im Käferzelt krachen

Im Gegenteil. Sein Ziel in der – mit dem Tottenham-Spiel wahrhaftig – englischen Woche sei es, so Kovac, "dass wir Minimum in der Liga den Platz halten, vielleicht auch klettern, und in der Champions League erfolgreich sind, um beruhigt in die Länderspielpause zu gehen".

Und was ist mit der Serie? In der Hinrunde droht beim Duell gegen Vizemeister Borussia Dortmund am 9. November die größte Gefahr. Bleibt Kovac inklusive des Paderborn-Kicks noch zehn Liga-Partien ungeschlagen, stünde er nach dem 15. Spieltag (am 14. Dezember gegen Werder Bremen) auf Rang eins des Trainer-Rankings. Dann wäre Kovac top-top-top.

Trainerserien beim FC Bayern:

  1. Pep Guardiola: 28 Spiele von 9.8.2013 – 29.3.2014
  2. Jupp Heynckes: 27 von 3.5.1988 – 25.3.1989
  3. Jupp Heynckes: 25 von 3.11. 2012 – 8.5.2013
  4. Udo Lattek: 23 von 8.11.1986 – 17.6.1987
  5. Jupp Heynckes: 23 von 2.12.1989 – 22.9.1990
  6. Pep Guardiola: 21 von 19.4.2014 – 19.12.2014
  7. Ottmar Hitzfeld: 19 von 9.2. 2002 – 21.9.2002
  8. Louis van Gaal: 19 von 3.10. 2009 – 13.3.2010
  9. Niko Kovac: 19 seit 9.2.2019

Lesen Sie auch: Coutinho über die Bundesliga -

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren