FC Bayern: Bosse und Fans - Annäherung im bayerischen Katar-Zoff

Beim Spiel des FC Bayern gegen Arminia Bielefeld schwieg Präsident Herbert Hainer noch zum Eklat bei der Jahreshauptversammlung. Einen tag später äußerte er sich nun im "Kicker".
| Patrick Strasser
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Vereinspräsident Herbert Hainer während der Jahreshauptversammlung 2021 des FC Bayern.
Vereinspräsident Herbert Hainer während der Jahreshauptversammlung 2021 des FC Bayern. © imago images/MIS

München – Die ersten Schritte aufeinander zu sind gemacht: Es bewegt sich was im Verhältnis zwischen der politisch-gesellschaftlich aktiven Fanszene und den Vereinsoberen des FC Bayern.

"Ich habe die drei Mitglieder, die mit ihren Wortmeldungen nicht mehr drankamen, direkt kontaktiert und sie zum Gespräch eingeladen", erklärte Präsident Herbert Hainer gegenüber dem "Kicker".

Hainer: "Mir ist ein konstruktiver Austausch wichtig"

Denn, so der 67-Jährige, der für die abrupte Schließung der Wortbeitragsliste auf der Jahreshauptversammlung in der Nacht zum Samstag um 0.15 Uhr wütende Pfiffe und Buhrufe ("Hainer raus!") geerntet hatte: "Mir ist ein konstruktiver Austausch wichtig." Was auf dem vor allem am Ende hitzigen Mitgliedermeeting in thematisch aufgeladener Atmosphäre – der Streit um das Katar-Sponsoring – nicht gelungen war.

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Sky Experte Lothar Matthäus beklagte: "Das Miteinander, was Bayern immer ausgezeichnet hat, ist mit Füßen getreten worden. Das passt mir als ehemaliger Bayern-Spieler nicht."

Hainer telefoniert mit Ott

Mitglied Michael Ott (28), der den Deal mit Ärmel-Sponsor "Qatar Airways" (der Vertrag läuft bis 2023) per Antrag ein Ende bereiten wollte, erhielt am Samstag einen Anruf von Hainer und teilte daraufhin via Twitter mit: "Wir haben uns kurz über die Jahreshauptversammlung ausgetauscht und sind so verblieben, dass wir ein persönliches Gespräch zu Katar und der Jahreshauptversammlung führen werden. Das Datum steht noch nicht fest. Was aber feststeht, ist, dass der Konflikt gelöst werden muss."

Auch, um die Themen wieder aufs Sportliche zu lenken und die Spieler wie Cheftrainer Julian Nagelsmann von der Last zu befreien, dazu Stellung nehmen zu müssen, weil es Vorstandsboss Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic rund um das Heimspiel gegen Bielefeld (1:0) vorzogen, zu schweigen.

Nagelsmann gibt den Mediator

"Ich habe in meinem Stellenprofil mal gelesen, dass es dazu gehört, Stellung zu beziehen", meinte Nagelsmann und erklärte: "Wenn du als Trainer einen Weltverein übernimmst, gehören hin und wieder politische Themen dazu. Ich stelle mich gerne und versuche, Lösungsansätze zu finden." Der Coach als Mediator?

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Am Sonntagnachmittag kündigte dann auch noch Vorstandsboss Oliver Kahn per Twitter an: "Zum Qatar-Airways-Sponsoring werden wir uns ein möglichst breites Meinungsbild unserer Mitglieder einholen." Also ganz anders als bei der Jahreshauptversammlung. . .

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