"Beliebtester Trainer seit Langem": Bayern-Boss zieht Vergleich zwischen Tuchel und Kompany

Dass das Verhältnis zwischen Thomas Tuchel und dem FC Bayern nicht das beste ist, ist längst bekannt. Nun zieht Ehrenpräsident Uli Hoeneß einen wenig schmeichelhaften Vergleich zwischen dem Ex-Coach und seinem Nachfolger.
Bernhard Lackner |
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Ex-Bayern-Trainer Thomas Tuchel.
Ex-Bayern-Trainer Thomas Tuchel. © IMAGO/Armando Babani

Etwas mehr als anderthalb Jahre ist es mittlerweile her, dass sich die Wege von Thomas Tuchel und dem FC Bayern getrennt haben. Auf die gemeinsame Zeit blickt man an der Säbener Straße mit – wohlwollend ausgedrückt – gemischten Gefühlen zurück. Tuchel gilt seit jeher als streitbarer Charakter, als jemand mit Ecken und Kanten. Aufgrund seiner speziellen Art soll der 52-Jährige irgendwann Teile der Kabine verloren haben, auch die Beziehung zu den Verantwortlichen war schwierig.

Unter seinem Nachfolger Vincent Kompany hat sich die Stimmung bei den Bayern wieder deutlich gebessert. Der Belgier erfreut sich innerhalb der Mannschaft und der Führungsebene großer Beliebtheit – auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist ein großer Fan. Gegenüber der "Bild" zieht der Bayern-Patron nun einen Vergleich zwischen Kompany und seinem Vorgänger. Und der fällt für Tuchel wenig schmeichelhaft aus.

Hoeneß: Tuchel forderte immer nur Neuverpflichtungen

"Vincent Kompany ist für uns ein Sechser im Lotto – mit Zusatzzahl. Er hat genau das geschafft, was Thomas Tuchel, den ich für einen hochintelligenten Mann halte, zuvor nicht bei uns gelungen ist: Vincent hatte sofort eine Nähe und Leidenschaft für seine Spieler, er hat auch nie eine 'Holding six' oder andere Spieler gefordert", so Hoeneß.

Der ehemalige Bayern-Coach Thomas Tuchel (l.) und Ehrenpräsident Uli Hoeneß.
Der ehemalige Bayern-Coach Thomas Tuchel (l.) und Ehrenpräsident Uli Hoeneß. © IMAGO/Frank Hoermann

Der 74-Jährige hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch über Tuchels Forderungen nach neuen Spielern geäußert. Der Trainer habe kein Interesse daran gezeigt, junge Talente zu entwickeln und sich stattdessen immer wieder für teure Neuverpflichtungen ausgesprochen, beklagte Hoeneß.

Hoeneß: Kompany "der beliebteste Bayern-Trainer seit Langem"

Kompany tue dies nicht. "Er weist intern auf Missstände hin, aber er würde das nie öffentlich thematisieren. Dadurch machst du deine Spieler stark, anstatt sie zu schwächen. Er ist der beliebteste Trainer beim FC Bayern seit Langem", so Hoeneß.

Nach seinem Abgang von den Bayern im Sommer 2024 übernahm Tuchel Anfang vergangenen Jahres das Amt als englischer Nationaltrainer. Mit den "Three Lions" absolvierte der 52-Jährige eine lupenreine WM-Qualifikation und gewann alle acht Quali-Spiele. Obwohl die Engländer über einen der stärksten Kader im kompletten Teilnehmerfeld verfügen, traut Hoeneß ihnen den Titel nicht zu.

"Dass England Weltmeister wird, kann ich mir gerade nicht vorstellen", sagt Bayerns Ehrenpräsident, der der deutschen Mannschaft hingegen durchaus Chancen einräumt: "Wenn Spieler wie Musiala, Wirtz und Woltemade zur WM ihre Topform haben, können wir dort sehr, sehr weit kommen."

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2 Kommentare
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  • zOTTEL am 18.02.2026 09:58 Uhr / Bewertung:

    Eine gute Führungskraft tritt nicht öffentlich nach - Hoeneß tut es immer wieder. Hat was von nem unreifen Teenager... Er selber und der ehem. Vorstand haben den Campus (außer als Louis es durchgesetzt hat.) sträflich ignoriert und selber teure Spieler verpflichtet. Herr Tuchel ist ein eigener Character - das wusste man vorher - aber er hat in den meisten Fällen mehr aus den jeweiligen Mannschaften rausgeholt - außer beim FC Bayern - als andere...

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  • Südstern7 am 18.02.2026 10:46 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von zOTTEL

    Van Gaal hat den FC Bayern geprägt, das ist eine Tatsache. Den Campus aber haben Kalle und Hoeneß geplant und umgesetzt. Uli hat damals auch angekündigt, dass die Früchte des Campus erst in einigen Jahren geerntet werden. Van Gaal hat mit dem Campus nichts zu tun.

    Im Übrigen ist Hoeneß einer der wenigen Köpfe in der Gesellschaft, der nicht jedem Trend hinterher läuft. Seine Fede mit Spielerberatern imponiert mir. Mehr noch sein Kampf gegen den Trend der Zeit Demokratie zu unterhöhlen und Humanismus abzuschaffen.

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