FC Bayern: Arjen Robben nach Auswechslung eine Diva? Ein Pro und Contra

Superstar Arjen Robben polarisiert nach seiner "Kabinen-Flucht" in Stuttgart. Muss sich der Tempodribbler des FC Bayern nicht beherrschen? Verhält er sich wie eine regelrechte Diva? Ein Pro und Contra.
| Christina Schärfl, Patrick Mayer
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Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben.
imago/Sven Simon Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben.

Pro: Robben benimmt sich wie ein Schuljunge!

Der FC Bayern gewinnt und alle freuen sich, nur Arjen Robben ist mal wieder sauer. Gegen den VfB Stuttgart (3:0) wurde der Niederländer in der 77. Minute ausgewechselt und stürmte anschließend wütend in die Kabine. In der Mixed-Zone grantelte er weiter. Er wolle eben immer spielen, da sei seine Reaktion doch verständlich – findet er.

Ja, dass er spielen will, ist verständlich. Seine Reaktion hingegen ganz und gar nicht. Diese ist vollkommen überzogen und divenhaft. Wird man 13 Minuten vor Schluss ausgewechselt, ist das keine Schande – zumal die Bayern zu diesem Zeitpunkt schon 3:0 führten, der Sieg ungefährdet war.

Robben sollte sich in solch einem Fall lieber kollegial verhalten, die Entscheidung seines Trainers Niko Kovac akzeptieren und es nicht einem Schuljungen gleichtun, der anfängt zu motzen, wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen läuft.

Und: Er ist nicht der Einzige, der spielen will. Seine Kollegen beim FC Bayern wollen das auch. Zumal beim Verein ein Umbruch eingeleitet ist: Robben gehört mit seinen 34 Jahren (in vier Monaten wird er 35!) zu den Altgedienten im Fußballgeschäft, sein Vertrag in München wurde nur bis 2019 verlängert.

Für ihn ist es an der Zeit zu lernen, den Jüngeren hin und wieder Platz zu machen, ihnen die Möglichkeit zuzugestehen, wichtige Spielpraxis zu sammeln – und sich seines Alters entsprechend zu verhalten.

Von Christina Schärfl

Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben.
Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben. © imago/Sven Simon

Contra: Robben lebt eine vorbildliche Gier!

Die Selbstverständlichkeit mit der Robben seine Haltung in den Katakomben der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena vertrat, beeindruckte. Vor allem zeigt er Haltung. Keine weichgespühlten Phrasen, sondern ehrliche Worte. Worte voller Gier. Worte, die nur so nach Motivation klingen.

Ist das nicht das, was sich jeder Bayern-Fan wünscht? Ist das nicht das, was die Youngster wie Serge Gnabry nur noch besser macht? Dass sie einen vor sich haben, den sie überbieten, übertrumpfen müssen? Robben kann damit erst recht zum Förderer des Umbruchs werden denn zum Hindernis.

Er lebt eine vorbildliche Gier. Und damit das, was den FC Bayern auszeichnet. Und immer auszeichnen muss. Erst recht die Generation nach ihm. 

Von Patrick Mayer

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