Ex-Profi Babbel: Hoeneß "das größte Problem des FC Bayern"

Markus Babbel kritisiert Uli Hoeneß scharf. Der frühere Abwehrspieler sieht im Ehrenpräsidenten den Grund für die aktuellen Transfer-Wirren bei Bayern München. Einen Ex-Kollegen nimmt er in Schutz.
AZ/dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
8  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Ex-Manager Uli Hoeneß lieferte sich jüngst ein heftiges Verbalduell mit Lothar Matthäus.
Ex-Manager Uli Hoeneß lieferte sich jüngst ein heftiges Verbalduell mit Lothar Matthäus. © Felix Hörhager/dpa
Carbonatix Pre-Player Loader

Audio von Carbonatix

Der frühere Nationalspieler Markus Babbel sieht Uli Hoeneß als derzeit größten Unruhestifter beim FC Bayern. "Ich verstehe Uli Hoeneß nicht mehr, aber schon seit Längerem nicht mehr", sagte Babbel dem Portal "Absolut Fußball" und ergänzte über den langjährigen Erfolgsmanager: "Er merkt gar nicht mehr, dass er mittlerweile das größte Problem des FC Bayern ist. Er schadet dem Verein mehr, als er ihm im Moment nutzt."

Hintergrund der Analyse ist der jüngste Streit von Ehrenpräsident Hoeneß mit Lothar Matthäus. Der Rekordnationalspieler hatte über eine möglicherweise sehr hohe Ablösesumme gesprochen, die die Bayern für Stuttgart-Profi Nick Woltemade bezahlen könnten. Hoeneß konterte daraufhin, dass der frühere Bayern-Star und heutige TV-Experte "nicht mehr alle Tassen im Schrank" habe.

Babbel: Hoeneß muss über seine Rolle entscheiden

Der ehemalige Bayern-Profi Babbel stellte sich klar vor Matthäus (64), dessen "Pflicht" es als Experte sei, derartige Entwicklungen zu kommentieren. "Und jetzt kommt der Uli Hoeneß wieder und beleidigt ihn öffentlich. Und ich frage mich: Was soll das?"

Der 52 Jahre alte Babbel sagte, dass Hoeneß natürlich einen "Riesenanteil" am Werdegang und der Stellung des FC Bayern im Fußball habe. "Nur jetzt muss er sich in meinen Augen entscheiden: Entweder ist er wieder voll dabei und kann so weitermachen wie früher und meinen, das ist immer noch in, wobei sich die Zeiten nun mal geändert haben, oder er bleibt komplett weg." Die unklare Rolle von Hoeneß "ist für alle Beteiligten ein Desaster", meinte Babbel.

Der frühere Bayern-Verteidiger Markus Babbel hat für Uli Hoeneß' jüngstes Auftreten keine Verständnis.
Der frühere Bayern-Verteidiger Markus Babbel hat für Uli Hoeneß' jüngstes Auftreten keine Verständnis. © Hendrik Schmidt/dpa

Ex-Profi Babbel hält Sportvorstand Eberl für die "ärmste Sau"

Hoeneß war jahrzehntelang Manager und dann Präsident an der Säbener Straße. Offiziell sitzt der 73-Jährige inzwischen nur noch im Aufsichtsrat - gilt aber weiterhin als Patron und Mitentscheider bei wichtigen Angelegenheiten. Just diese unklaren Machtverhältnisse aber sind laut Babbel das Problem der Bayern. "Deswegen ist es für mich auch kein Zufall, dass sie sportlich, wenn es in die Crunchtime geht und Details entscheidend sind, immer den Kürzeren ziehen. Dabei ist die Mannschaft top. Doch das ist dann irgendwann kein Zufall mehr."

Leidtragender dieser Situation, in der oft Interna nach außen dringen, sei Sportvorstand Max Eberl, ergänzte Babbel. "Max Eberl ist die ärmste Sau, weil er lustigerweise dann alles wegmoderieren muss und vor allen Dingen sich permanent rechtfertigen muss, warum die Dinge nicht klappen", sagte Babbel.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
8 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Marlboro123 am 13.07.2025 12:56 Uhr / Bewertung:

    Markus hat Recht, Uli hat fertig.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • AufmerksamerBürger am 12.07.2025 23:04 Uhr / Bewertung:

    Hoeneß wird von der Presse geschützt, egal ob seniler Problembär oder nicht, oder gerade deswegen, so gibt es mehr zu berichten.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • AufmerksamerBürger am 12.07.2025 14:54 Uhr / Bewertung:

    Hoeneß, der gerne von Demokratie redet, ist selbst ein greiser Alleinherrscher, seine Zeit ist schon lange abgelaufen, irgendwann wird er entfernt werden müssen.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.