"Er hat tatsächlich ein paar Mal nachgefragt": Klopp begründet Kimmich-Abreise vom DFB

Obwohl er für die verbleibenden Länderspiele gegen Serbien und Griechenland im Kreise der Nationalmannschaft bleiben wollte, musste Joshua Kimmich auf Geheiß von Jürgen Klopp aus dem DFB-Camp abreisen. So begründet der Bundestrainer seine Maßnahme.
Bernhard Lackner |
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Obwohl er gerne geblieben wäre, schickte Bundestrainer Jürgen Klopp seinen Kapitän Joshua Kimmich nach Hause.
Obwohl er gerne geblieben wäre, schickte Bundestrainer Jürgen Klopp seinen Kapitän Joshua Kimmich nach Hause. © IMAGO/Ralf Brueck

Joshua Kimmich wird die erste Länderspiel-Periode unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp wohl nicht in allzu guter Erinnerung behalten. Zum Auftakt in den Niederlanden duselte sich die DFB-Elf immerhin noch zu einem Punkt, im Heimspiel gegen Griechenland setzte es dann aber eine 0:1-Niederlage. Die Chance zur Wiedergutmachung bekommt er nicht: Gegen Serbien (Donnerstag, 20.45 Uhr/ZDF) und Griechenland am Sonntag plant Klopp überwiegend mit den Spielern aus seinem zweiten Kader – für den ist Kimmich aber nicht vorgesehen.

Laut eigener Aussage wäre der Kapitän dennoch gerne im Kreise der Nationalmannschaft geblieben, um nahe bei der Mannschaft zu sein. Auf Geheiß von Bundestrainer Klopp musste der Bayern-Spieler allerdings abreisen. Doch warum eigentlich?

Klopp: "Wollen allen die Plattform geben, die sie verdienen"

Im Interview mit der ARD begründet der Nationaltrainer seine Entscheidung. "Die Familie Kimmich hat jetzt Familien-Urlaub – und ich hoffe, sie macht den auch", scherzte der 59-Jährige zunächst: "Er hat tatsächlich ein paar Mal nachgefragt (ob er bleiben darf, d. Red.). Aber je öfter man fragt, desto weniger wahrscheinlich bekommt man das, was man will."

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Kimmich habe bei der Nationalmannschaft einen "großartigen Eindruck" gemacht und sei "ein toller Kapitän", sagte Klopp weiter: "Aber wir mussten und wollten diesen Schnitt machen. Ich will die anderen Jungs auch mal sehen, wenn die Platzhirsche nicht da sind. Das ist nichts gegen irgendjemanden. Aber wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und wollen allen die Plattform geben, die sie verdienen."

Im Länderspiel gegen Serbien wird aller Voraussicht nach Kimmich-Spezl Serge Gnabry mit der Kapitänsbinde auflaufen – und der eigentliche Kapitän von draußen die Daumen drücken.

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