Die Rückkehr des Bayern-Gens

Trotz des Rückstands siegt der FC Bayern 2:1 in Frankfurt – dank Miroslav Klose und Franck Ribéry. Jürgen Klinsmanns Kommando: "Wir wollen an die Tabellenspitze."
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Der Treffer, der die Wende einleitet: Miroslav Klose (weißes Trikot) vollstreckt nach einer Hereingabe von Ribéry zum 1:1. Frankfurts Torwart Oka Nikolov hat aus dieser Distanz keine Chance mehr zu reagieren. Foto: Getty Images
az Der Treffer, der die Wende einleitet: Miroslav Klose (weißes Trikot) vollstreckt nach einer Hereingabe von Ribéry zum 1:1. Frankfurts Torwart Oka Nikolov hat aus dieser Distanz keine Chance mehr zu reagieren. Foto: Getty Images

Trotz des Rückstands siegt der FC Bayern 2:1 in Frankfurt – dank Miroslav Klose und Franck Ribéry. Jürgen Klinsmanns Kommando: "Wir wollen an die Tabellenspitze."

FRANKFURT Die Klinsmann-Bayern im Herbst? Weiter etwas zittrig. Die Gegentore fallen so zuverlässig wie das Laub von den Bäumen. Doch am Ende gibt es wieder Siege. 2:1 gewann der FC Bayern gestern bei Abstiegskandidat Frankfurt. Mission erfüllt.

Es ging darum, nach den Dreiern in Karlsruhe (1:0) und gegen Wolfsburg (4:2), nachzulegen – gestern und am Samstag zu Hause gegen Bielefeld. Und wer Coach Jürgen Klinsmann vor dem Anpfiff gehört hatte, musste mit einem Sturmlauf rechnen. „Wir gehen die nächsten sechs Punkte an. Wir wollen den nächsten Schritt zu machen“, hatte er angekündigt: „Wir werden nach vorne spielen, das ist normal bei Bayern.“

Doch was ist dieser Tage schon normal beim Rekordmeister? Gegentore? Rückstände? Ex-Kapitän Stefan Effenberg, gestern Premiere-Experte, sieht das Team noch immer nicht stabilisiert: „Bayern tut sich weiter schwer.“ Doch zumindest in defensiver Hinsicht präsentierte sich die Klinsmann-Truppe souverän. Was in Halbzeit eins auch nicht schwer war. Trainer Friedhelm Funkel hatte seiner Eintracht die Parole „Räume eng machen und über uns hinaus wachsen“ eingeimpft.

Klar, dass der FC Bayern dominierte. Aber Kombinationsfußball? Ein Spektakel? One touch? Eher vier Ballberührungen, um die Kugel dann quer zu passen. Und als es dann mal in die Spitze ging, vergab Bastian Schweinsteiger leichtfertig die einzige Chance der ersten Halbzeit (22.).

Die Eintracht hingegen spielte One-Chance-Fußball, wartete auf die eine Chance – und die nutzte Martin Demichelis. Er lenkte eine Flanke ins eigene Tor (55.). Das Eigentor als Weckruf! Lachend sagte Klinsmann: „Wir beherrschen das Spiel, müssten zwei, drei Tore machen – und dann machen wir das Gegentor auch noch selbst.“

Danach wurden die Bayern-Angriffe – endlich – zielstrebiger. Vor allem Miroslav Klose und Franck Ribéry wehrten sich gegen die neuerliche Demütigung. Ribéry startete ein Solo, legte den Ausgleich auf, den Klose erzielte (65.). Wieder Klose. In Karlsruhe hatte er den Siegtreffer erzielt, gegen Wolfsburg drei Treffer vorbereitet. Und gestern sicherte eine Vorlage des Nationalstürmers den Sieg. Er legte Ribéry den Ball zum 2:1 auf (70.).

„Nach dem unglücklichen Eigentor war’s prekär“, sagte Klinsmann, „aber ich war nicht nervös. Die Mannschaft ist mittlerweile so fit und stabil, das hat man gleich an der Körpersprache gesehen: Jetzt wird es Zeit, das Spiel umzudrehen. Wir haben’s dann souverän nach Hause gespielt.“

Ein Eigentor, zwei Helden, drei Punkte, vierter Platz. Effenberg sagte lapidar: „Jetzt weiß die Bundesliga: Der FC Bayern ist wieder da.“ Ob nun schön oder nicht: Es wird wieder gesiegt. Das Bayern-Gen ist zurück. Und Klinsmann tönte: „Wir wollen an die Tabellenspitze. Das ist beim FC Bayern ganz normal - und mit jedem Sieg kommen wir der Sache ein Stückchen näher.“ Der Normalität. Oskar Hermes

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