"Die Gier, die gegnerischen Stürmer aufzufressen": Dayot Upamecano glänzt im Camp Nou

Bayern-Neuzugang Dayot Upamecano liefert gegen den FC Barcelona ab, auch die anderen Innenverteidiger überzeugen. Trainer Julian Nagelsmann hat mittlerweile ein Luxusproblem.
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Immer zur Stelle: Bayerns Dayot Upamecano (r.) im Camp Nou.
Immer zur Stelle: Bayerns Dayot Upamecano (r.) im Camp Nou. © imago/Eibner

Barcelona/München - Dayot Upamecano hat beim FC Bayern keine lange Eingewöhnungszeit gebraucht, der 42,5-Millionen-Euro-Neuzugang von RB Leipzig konnte die gesamte Vorbereitung mit seinem neuen und alten Trainer Julian Nagelsmann absolvieren. Ein Vorteil, der von Spiel zu Spiel deutlicher wird.

Denn auch im ersten Champions-League-Gruppenspiel gegen den FC Barcelona (3:0) spielte der 22-Jährige von Beginn an – so wie bislang in jedem der sechs Pflichtspiele der bisherigen Saison, das Pokalspiel gegen Fünftligist Bremer SV nicht mitgerechnet.

Im Camp Nou war Upamecano, der neben dem wieder erstarkten Niklas Süle verteidigte, Bayerns Fels in der Brandung. Der Franzose ließ kaum einen Angriff der Katalanen zu, immer wieder war er rechtzeitig zur Stelle, um die Offensive um Memphis Depay zu stoppen. Neben einer Zweikampfquote von 62 Prozent kam er auch auf 97 Ballkontakte und 79 gespielte Pässe (davon 70 angekommen). Ein überzeugender Auftritt beim ersten internationalen Auftritt für den neuen Verein (AZ-Note 2).

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Nagelsmann: "Ein Schritt, den der Upa noch gehen kann"

Das sah auch Nagelsmann so, der es als Vorteil sehe, dass man sich bereits aus der gemeinsamen Leipziger Zeit kennt. "Er weiß, was ich verlange. Er weiß auch, wie er mich nehmen muss und ich weiß, wie ihn als Spieler nehmen muss", sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

In erster Linie sind Upamecano und seine Kollegen Süle sowie Lucas Hernández Verteidiger, stellte Nagelsmann klar. "Und die Berufsbezeichnung Verteidiger muss man erkennen. Der Spieler muss gewillt sein, alles dafür zu tun, dass wir kein Tor kriegen." Eine Aufgabe, die die Defensive des deutschen Rekordmeisters in Barcelona mehr als erfüllt hat.

Doch trotz des überzeugenden Auftritts sieht Nagelsmann bei Upamecano auch noch Verbesserungspotential – vor allem in der Offensive. Das sei "ein Schritt, den der Upa noch gehen kann". In erster Linie gehe es dem Coach aber erstmal um die verrichtete Defensivarbeit und darum, der "Berufsbezeichnung Verteidiger gerecht zu werden". "Mir ist wichtig, dass wir auch erstmal diese Gier haben, die Stürmer vom Gegner aufzufressen, in der Box Mann gegen Mann zu verteidigen und kein Tor zu kriegen", stellte Nagelsmann klar.

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Bayern-Verteidigung: Luxusproblem statt Engpass

Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Vorbereitung hat der Bayern-Trainer mittlerweile die Qual der Wahl – aus dem Engpass in der Verteidigung wurde ein Luxusproblem. Denn nicht nur Upamecano liefert im Bayern-Trikot ab, auch Niklas Süle ist nach zuletzt schwierigen Monaten wieder überzeugend in der Defensive, zudem feierte Lucas Hernández zuletzt sein Comeback. Und dann gibt es ja auch noch Tanguy Nianzou, der auf Einsatzminuten in der Innenverteidigung lauert.

Upamecano dürfte zunächst aber nicht aus der Innenverteidigung der Bayern zu verdrängen sein, das hat nicht zuletzt der Auftritt in Barcelona einmal mehr deutlich gemacht.

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