Die doppelte Wohlfühloase für den Bayern-Block bei Flick

Acht Bayern-Spieler stehen im DFB-Kader von Bundestrainer Hansi Flick. Eine Win-Win-Situation: Hängt einer in der einen Mannschaft durch, wird er in der anderen wieder psychologisch aufgepäppelt
| Patrick Strasser
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Bundestrainer Hansi Flick (m.) hat insgesamt acht Bayern-Stars für diese Länderspielpause nominiert - darunter das Mittelfeld-Duo Leon Goretzka (2.v.r.) und Joshua Kimmich (r.).
Bundestrainer Hansi Flick (m.) hat insgesamt acht Bayern-Stars für diese Länderspielpause nominiert - darunter das Mittelfeld-Duo Leon Goretzka (2.v.r.) und Joshua Kimmich (r.). © Tom Weller/dpa

Hamburg - Hamburg und strahlender Sonnenschein- gibt's auch, hin und wieder. Sogar im Herbst. Dementsprechend war die Laune der Nationalspieler am Mittwochvormittag beim Training auf dem HSV-Gelände. DFB-Direktor Oliver Bierhoff meinte kurz darauf rundum zufrieden: "Die Lage ist sehr gut, entspannt und erfreulich. Die erste Zeit war nicht nur wegen der Ergebnisse erfolgreich, sondern auch, weil man spürt, dass ein positiver Geist herrscht. Das wollen wir fortsetzen mit den beiden Spielen."

Nach den neun Zählern im September nun mit sechs Punkten in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Rumänien am Freitag (20.45 Uhr, RTL) sowie kommenden Montag in Nordmazedonien und der möglichen vorzeitigen Buchung des Teilnahme-Tickets für die WM 2022 in Katar.

Müller merkt unter Flick einen "kleinen positiven Aufschwung"

Folgt in Hamburg die Fortsetzung der Flick-Festspiele im Volkspark? Unter dem ehemaligen Bayern-Trainer Hansi Flick spüre man einen "kleinen positiven Aufschwung" wie Raum- und Stimmungsdeuter Thomas Müller meinte, der auf die September-Länderspiele kurzfristig verletzungsbedingt hatte verzichten müssen.

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Der 32-jährige "Spieler-Co-Trainer", Dauer-Sprachrohr und Antreiber in München und in der Nationalelf, ist einer vom acht Mann starken Bayern-Block im DFB-Team. Für Müller & Co. ist die Konstellation mit dem neuen Input an der Säbener Straße durch den erfolgshungrigen Bayern-Innovator Julian Nagelsmann sowie dem ebenso erfolgshungrigen Nationalelf-Innovator Flick die reinste Win-Win-Situation. Der Doppelpass funktioniert.

Wenn ein Spieler in der einen Mannschaft durchhängt, wird er in der anderen psychologisch aufgepäppelt - bestes Beispiel für die doppelte Wellness-Kur hier und da: Leroy Sané.

Wer abgesehen von Müller noch profitiert - die Übersicht:

Leroy Sané (25 Jahre alt/37 Länderspiele): Vor dem ersten Treffen der Nationalelf unter Flick machte der Flügelstürmer unangenehmste Erfahrungen mit den Bayern-Fans, wurde bei schwachen Auftritten ausgepfiffen. Er kam als frustrierter Joker zum DFB und wurde vom Bundestrainer drei Mal in der Startelf aufgeboten. Bedankte sich mit starken Leistungen und zwei Toren. Danach startete er bei Bayern auf seiner Sahne-Seite Linksaußen durch. Nun ist Sané gesetzt - hier und dort.

Serge Gnabry (26/29): Spielt bisher eine sehr ansprechende Saison bei Bayern (vier Pflichtspieltore) und in der Nationalelf (drei Tore im September). Der Rechtsaußen ergänzt sich im DFB-Team bestens mit den Chelsea-Legionären Timo Werner und Kai Havertz.

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Jamal Musiala (18/8): War der einzige Lichtblick beim mauen Flick-Debüt, dem 2:0 gegen Liechtenstein. Begeisterte direkt danach als "Zauberer des Spiels" (O-Ton Müller) bei Bayerns 4:1 in Leipzig mit einem Tor und einer Vorlage. Ist der perfekte Teenager-Joker in beiden Teams.

Leon Goretzka (26/38): Hat seinen Vertrag bei Bayern bis 2026 verlängert, wirkt dadurch beflügelt. Erzielte beim 1:2-Dämpfer der Bayern am Sonntag gegen Frankfurt seinen ersten Pflichtspieltreffer der Saison. Als Dampfmacher-Achter unter Nagelsmann wie Flick gesetzt.

Kimmich und Neuer sind unumstritten - Süle zurück in Top-Form

Joshua Kimmich (26/62): Bestritt jedes Pflichtspiel der Saison von Beginn an. Der Sechser will keine Pausen, braucht keine Schonung. Dass beide Trainer seine Zeit als Rechtsverteidiger nun endgültig begraben haben, stimmt ihn happy.

Niklas Süle (26/35): Verlor erst bei Bayern (letzte Saison unter Flick) seinen Stammplatz in der Innenverteidigung, schaute bei der EM im Sommer bis auf einen 17-Minuten-Kurzeinsatz nur zu. Brachte sich in Top-Form, wurde parallel von Nagelsmann mental aufgebaut und öffentlich starkgeredet. Der neue Publikumsliebling ist nun nicht mehr wegzudenken aus dem Starensemble der Bayern. Flick freut's, er bringt Süle wieder.

Manuel Neuer (35/106): Unantastbar als Nummer eins im Tor. In beiden Teams Kapitän - sein Standing könnte nicht höher sein. Plant mit der WM 2022 in Katar, schielt auf die Heim-EM 2024. Dann wäre Neuer schon 38. Oder: erst 38?

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