Die Davies-Dämmerung beim FC Bayern: Wie der Publikumsliebling zum Auslaufmodell wurde
16 Monate ist es her, dass an der Säbener Straße endlich weißer Rauch aufstieg. Nach monatelangem Poker samt heftigem Flirt mit Real Madrid setzte Alphonso Davies dann doch endlich seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag beim FC Bayern. Erleichterung bei Fans und Verantwortlichen – und doch hatte die Verlängerung schon damals einen faden Beigeschmack. Einen, der seitdem immer intensiver geworden ist.
Laut übereinstimmenden Berichten soll Davies seit seiner Verlängerung ein Jahresgehalt von 15 bis 20 Millionen verdienen und sich alleine seine Unterschrift mit einem satten Handgeld von 22 Millionen Euro vergütet haben lassen. Das Gesamtvolumen beläuft sich bis zum Vertragsende im Jahr 2030 also auf bis zu 120 Millionen Euro, was vom Aufsichtsrat um Uli Hoeneß zwar abgenickt, aber kritisch gesehen wurde.
Davies verpasste vergangene Saison 42 Pflichtspiele
Nun, 16 Monate später, sind die Zweifel an der Verlängerung noch einmal ein gutes Stück größer geworden. Nur kurz nach seiner Unterschrift zog sich der in den vergangenen Jahren ohnehin verletzungsanfällige Davies einen Kreuzbandriss zu, der ihn über Monate hinweg außer Gefecht setzen sollte. Nach seiner Rückkehr zwangen ihn zudem ein Muskelfaserriss und eine Oberschenkelzerrung zum Zusehen. Insgesamt verpasste er in der abgelaufenen Saison 42 Pflichtspiele für Verein und Nationalmannschaft. Eine komplett gebrauchte Spielzeit.
Auch aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit hat Davies' Standing beim FC Bayern ordentlich gelitten. Die zahlreichen körperlichen Rückschritte sorgten in den vergangenen Jahren für Stagnation in seiner Entwicklung und spätestens ab kommender Saison ist der Mann, dessen Stern in der Sextuple-Saison 2019/20 so richtig aufging, seinen Stammplatz wohl endgültig los.
Brown-Wechsel zum FC Bayern rückt immer näher
Die immer näher rückende Verpflichtung von Nathaniel Brown dürfte der Kapitän der kanadischen Nationalmannschaft jedenfalls als deutliches Signal zu verstehen wissen. Der 22-Jährige ist der absolute Wunschspieler der Verantwortlichen und von Trainer Vincent Kompany, dessen Spielweise wie maßgeschneidert für den Spielertypen Brown scheint. Die Eintracht soll bis zu 65 Millionen Euro für ihren Linksverteidiger fordern, die Bayern sollen derzeit bereit sein, 50 Millionen zu zahlen. Eine Einigung ist nur noch eine Frage der Zeit.

Klar ist: Der Rekordmeister würde nicht so viel Geld in die Hand nehmen, um Brown am Ende auf der Bank versauern zu lassen. Sofern fit, würde der deutsche WM-Fahrer mit großer Wahrscheinlichkeit als Stamm-Linksverteidiger in die kommende Saison gehen und die Möglichkeit bekommen, sich durch gute Leistungen in der Startelf festzuspielen.
Saudi-Klubs sollen sich nach Davies erkundigt haben
Und Davies? Dessen Zeit beim FC Bayern könnte im Sommer nach siebeneinhalb Jahren enden. Schon länger halten sich Gerüchte, wonach der Rekordmeister einem Verkauf des Kanadiers gegenüber offen steht. Aufgrund seines enormen Gehalts und seiner bekannten Verletzungsanfälligkeit dürfte sich dies allerdings schwierig gestalten. Laut "Sport Bild" sollen bereits einige Klubs aus Saudi-Arabien die Konditionen für einen möglichen Transfer ausgelotet haben. Konkret wurde ein Wechsel bislang aber nicht.
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