Kommentar

Der Kaiser der Keeper: FC-Bayern-Keeper Neuer war der Primus inter Pares einer ganzen Torwartgeneration

Manuel Neuer feiert am Freitag seinen 40. Geburtstag. Der Bayern-Kapitän ist der Kaiser der Keeper. Ein Kommentar von FC-Bayern-Reporter Kilian Kreitmair.
Kilian Kreitmair
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Gewann mit dem FC Bayern zweimal das Triple: Bayern-Keeper Manuel Neuer.
Gewann mit dem FC Bayern zweimal das Triple: Bayern-Keeper Manuel Neuer. © IMAGO

Manuel Neuer ist keiner, der in der Öffentlichkeit Sprüche raushaut – dafür war beim FC Bayern ja lange Thomas Müller zuständig. Eher nüchtern ordnet der Kapitän die Geschehnisse ein. Nur selten, wie beim Aus von Freund und Torwarttrainer Toni Tapalovic ("Mir wird mein Herz herausgerissen“), zeigt er seine emotionale Seite.

Neuers oberstes Credo ist Leistung

Neuer will viel mehr als cooler Leader auf und neben dem Platz wahrgenommen werden. Sein oberstes Credo ist Leistung. Der Schalker Junge, der offenbar direkt nach seiner Geburt in Gelsenkirchen-Buer in den "Mia san mia"-Zaubertranktopf geplumpst war, ist titelsüchtig – und ein Revolutionär seines Faches.

Wie weiland Franz Beckenbauer den Libero erfand, so hat Neuer die Torhüterposition komplett neu definiert: Ein Keeper muss mitspielen. Partien wie das WM-Achtelfinale 2014, als die deutsche Nummer eins gegen die Algerier gefühlt mehr Paraden außerhalb als innerhalb des Strafraums hatte, sollten als Lehrvideos seiner unverkennbaren Spielweise für junge Torhüter gezeigt werden. Sie präsentieren den Torwart-Libero Manu, den Kaiser der Keeper, par excellence.

Bayern-Kapitän war über eine Dekade der Primus inter Pares 

Mit seinen Grätschen, seinem Köpfchen und seinen Reflexen war er über eine Dekade der Primus inter Pares einer ganzen Torwartgeneration. Iker Casillas, Gianluigi Buffon und Peter Czech, keiner kam je an Neuer ran. Selbst heute überstrahlt er noch die meisten seiner Keeper-Kollegen.

Apropos Kollegen: Die hatten es immer schwer sich in Neuers Schatten zu positionieren. Denn anderen eine Chance lassen, das gehört nicht zu Neuers Naturell. Einsatzzeit bekommt allemal der, der sich nicht als sein Konkurrent outet. Lieber quält sich der viermalige Welttorhüter zum dritten Henkelpott, dem siebten DFB-Pokal oder der 13. Meisterschaft. Neuer ist eben ein Besessener, ein Profi der dem Erfolg alles unterordnet. Auch noch mit nun 40 Jahren. Glückwunsch, Legende!

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