Der FC Bayern gegen Hannover: Heiß und fettig!

Unterhaltsamer Schlagabtausch vor dem Spiel der Bayern gegen Hannover: Bayerns Trainer Pep Guardiola vergleicht vor der Partie Bundesliga-Spiele mit Pizzen und Hamburgern. 96-Coach Tayfun Korkut: „Wir wollen die Pizza scharf machen“
| Patrick Strasser
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Unterhaltsamer Schlagabtausch vor dem Spiel der Bayern gegen Hannover: Bayerns Trainer Pep Guardiola vergleicht vor der Partie Bundesliga-Spiele mit Pizzen und Hamburgern. 96-Coach Tayfun Korkut: „Wir wollen die Pizza scharf machen.

München - Es gibt Trainer, die schon vor dem Kleiderschrank zwischen Champions League und Bundesliga unterscheiden. Dortmunds Jürgen Klopp etwa. Der BVB-Coach mag’s im Alltag Bundesliga gerne sportlich-legère, trägt an den Europacup-Abenden die festliche Variante: feiner Zwirn für die Seitenlinie.

Pep Guardiola unterscheidet da nicht. Spiel ist Spiel. Spieltag ist Anzugtag. Trainingsanzug trägt der Spanier nur im Training. Und doch gibt es Unterschiede für den 43-Jährigen nach siebeneinhalb Monaten in Deutschland.

Am Freitag, bei der geschätzt 80. Pressekonferenz dieser Saison, feierte er urplötzlich seine Premiere als Sprücheklopfer: „Champions League ist wie ein gutes Essen in einem schönen Restaurant. Bundesliga ist wie jeden Tag Pizza oder Hamburger.“ Also ungesund? Pep meinte gewöhnlich, schwer verdaulich. Die Titelverteidigung in der Bundesliga habe für Guardiola einen höheren Stellenwert als ein erneuten Triumph in der Königsklasse, erklärte er mit Blick auf das Auswärtsspiel des Triple-Siegers am Sonntag (17.30 Uhr, Sky live) bei Hannover 96: „Der prestigeträchtigste Titel ist die Champions League, aber der wichtigste und der schwierigste Titel ist die deutsche Meisterschaft.“

Aber eben Alltag. Business as usual. Pizza und Hamburger. In der Liga müsse man trotz und gerade wegen all der Siegesserien und Lobeshymnen „jeden Tag fokussiert sein. Das ist schwierig“, so Guardiola.

Die Antwort aus der niedersächsichen Küche ließ nicht lange auf sich warten. „Wir bereiten die Pizza und den Burger gerade vor“, sagte Hannovers Trainer Tayfun Korkut auf einer Pressekonferenz nur eine Stunde später. Der Deutsch-Türke, seit Silvester 2013 als Nachfolger von Mirko Slomka im Amt schlagfertig: „Die Zutaten bestimmen wir. Wir wollen die Pizza sehr scharf machen und ein bisschen Mayonnaise auf den Burger geben – damit es für die Bayern schwer zu verdauen wird.“

Eine ganz spezielle Zutat hat Korkut zur Verfügung: Top-Stürmer Mame Diouf (zuletzt mit Oberschenkelproblemen) konnte am Freitag voll mittrainieren. Hannover will eine harte, schwere Kost für die Bayern werden. „Wir wollen unbequem und giftig sein“, kündigte Korkut an, „die Mannschaft wird sich voll reinwerfen.“ Auch Hannovers Sportchef Dirk Dufner, früher 1860-Manager, beteiligte sich mit einem Spruch: „Wir wollen den Münchnern unsere Gourmet-Küche näherbringen.“ Gourmet? Eher aus der Abteilung heiß & fettig.

Damit den Bayern beim sonntäglichen Essen in Hannover nicht schlecht wird, strich Guardiola am Freitag das Training, „damit die Spieler den Kopf freibekommen“. Sich selbst gönnt er keine Verschnaufpause: „Ich hatte meine Pause in New York. Für mich ist es ein Traum, für diesen Verein etwas zu gewinnen. Ich muss mehr arbeiten.“ Egal, ob leichte oder schwere Kost auf den Tisch kommt. Was Pep bei seinem Vergleich der Liga mit Alltagsessen vergessen hat: die Hoeneß-Würstel.

 

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