Demichelis im Training – Sosa wohl nach Neapel

Es war wie immer: Martin Demichelis trainierte am Montag, grinste den Fotografen zu und plauderte am Ende der Übungseinheit freundlich mit Trainer Louis van Gaal.
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Bald kein Bayer mehr? Martin Demichelis mit Trainer Louis van Gaal.
dpa Bald kein Bayer mehr? Martin Demichelis mit Trainer Louis van Gaal.

MÜNCHEN - Es war wie immer: Martin Demichelis trainierte am Montag, grinste den Fotografen zu und plauderte am Ende der Übungseinheit freundlich mit Trainer Louis van Gaal.

Doch die Zeichen stehen auf Trennung. Der argentinische Fußball-Nationalspieler denkt nach seinem Rauswurf aus dem Kader des FC Bayern München an Abschied. „Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und über seine Situation sprechen“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger der „Bild“-Zeitung (Montag).

Die Entscheidung, ob er seinen bis 2012 gültigen Vertrag in München erfüllt, überlassen die Bayern dem Argentinier. „Der Spieler hat das Recht zu entscheiden, ob er gehen will“, hat van Gaal gesagt. „Wenn er gehen will, wäre das für mich kein Problem. Wir haben noch 14 Tage, dass er weggehen kann“. Der Niederländer hat in dem 24- jährigen Maximilian Haas, Kapitän der Drittligamannschaft des FC Bayern, bereits einen Ersatzmann ins Spiel gebracht.

In der Chefetage will man nichts überstürzen. „Wir können es uns nicht erlauben, mit nur zwei Innenverteidigern in die Saison zu gehen“, warnte Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Viel Zeit haben Bayern und Demichelis nicht mehr. Die Transferperiode läuft am 31. August ab. Angeblich soll Atletico Madrid am Argentinier interessiert sein. Als Ablösesumme sind acht Millionen Euro im Gespräch.

Franz Beckenbauer dagegen hält nicht viel von dem 29-Jährigen. „Er will nur hinten in der Innenverteidigung spielen. Da hat er es einfacher, da kann er mit der Krawatte spielen“, spottete Bayerns Ehrenpräsident am Sonntagabend im TV-Sender Sky: „Den Schlendrian und die Fehler, die er in den vergangenen Jahren gemacht hat – mein lieber Mann, da waren schon einige dabei. Er ist ein ausgezeichneter Spieler, aber er will nicht laufen“.

So gut wie sicher ist das Ende der Zusammenarbeit zwischen den Bayern und José Ernesto Sosa. Eine Fortsetzung des bis Saisonende laufenden Vertrages hätte „keinen Sinn“ gehabt, sagte Rummenigge im „kicker“ (Montag), „der Spieler hat keine große Perspektive bei uns und möchte weg“. Nach italienischen Medien ist der Wechsel des argentinischen Mittelfeldspielers zum SSC Neapel in die Serie A bereits perfekt. Sosa soll dort einen Vierjahresvertrag erhalten, als Ablöse werden drei Millionen Euro genannt.

Mario Gomez hingegen will es bei den Bayern unbedingt wissen. Via „Bild“ beendete der Nationalstürmer die permanenten Wechselgerüchte. „Es wird keinen Wechsel geben“, stellte Gomez klar, „ich habe viel vor in der Saison. Ich will den Trainer jetzt überzeugen, dass er mir bald Spiele von Anfang an gibt“.

Doch die Chancen stehen eher schlecht. Ivica Olic hat sich am Montag im Mannschaftstraining zurückgemeldet. Der kroatische Nationalspieler, der wegen Knieproblemen beim Saisonstart am vorigen Freitag gegen Wolfsburg fehlte, drängt in die Startelf für das Bayern-Gastspiel am Freitag in Kaiserslautern.

dpa

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