Couscous für den "Dani Alves in weißen Schuhen"

Bayerns Torgarant Mario Gomez adelt seinen Kollegen Jerome Boateng. Der würde aber lieber im Abwehrzentrum spielen
| Filippo Cataldo, Christoph Stadtler
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Mario Gomez adelt Jerome Boateng. Der würde aber lieber im Abwehrzentrum spielen.

München - Noch auf dem Rasen erinnerte Jerome Boateng Änis Ben-Hatira beim Trikottausch an die Wette. „Seine Mutter wird Couscous mit Reis und Salat kochen, das passt mir sehr gut. Ich mag Couscous”, sagte Boateng, der mit seinem Kumpel aus alten Hertha-Zeiten zuvor ausgemacht hatte, dass der Verlierer des Spiels von der jeweiligen Mutter bekocht werden würde.

Halima Ben-Hatira muss also demnächst ran. Auch, weil ihr Sohn beim 0:4 gegen Bayern keinen Fuß auf den Boden brachte und seinem Kumpel, der sein direkter Gegenspieler gewesen war, seine mit Abstand beste Saisonleistung ermöglicht hatte. Boateng spielte munter und erfrischend nach vorne und bereitete mit einem agilen Flankenlauf, einer feinen Körpertäuschung und einer scharfen Hereingabe Franck Ribérys Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 vor. Boateng spielte so überzeugend, dass dies Stürmer Mario Gomez zu einem Extra-Lob verleitete. „Wir haben da hinten rechts ja jetzt einen Fopper, einen Trickser, einen Dani Alves mit weißen Schuhen”, meinte Gomez.

Es war ein Lob, das Boateng nur eingeschränkt gefallen haben dürfte. Barca-Star Dani Alves ist Außenverteidiger, möglicherweise gar der Beste der Welt. Boateng aber sieht sich lieber als Innenverteidiger, sein Vergleich mit Gerard Piqué würde ihm sicher mehr schmeicheln. Doch wirklich festspielen im Abwehrzentrum konnte Boateng sich bis jetzt weder bei Hertha, noch beim HSV, Manchester City und jetzt bei Bayern. Immer fand man ihn als Außenverteidiger wertvoller. Und so fiel auch Boatengs Reaktion verhalten aus. „Das ist schön, das Mario das sagt, aber ich weiß, dass das ein Spaß war. Und der Trainer weiß auch, dass ich innen gut spielen kann”, sagte Boateng.

Doch viele Argumente, ihn wieder abzuziehen von der ungeliebten Position, liefert er mit solchen Spielen eben auch nicht. „Wir sind sehr froh, ihn verpflichtet zu haben. Er ist in einer sehr starken Verfassung”, sagte Sportchef Christian Nerlinger. Und weiter: „Jerome hat seine Sache sehr gut gemacht. Wir wissen, dass er gerne als Innenverteidiger spielt, aber er spielt außen auch sehr gut.”

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