Causa Goretzka: Die Bayern-Bosse haben aus dem Fall Thomas Müller gelernt
Alles richtig gemacht. Von allen. Der FC Bayern hat im Fall Leon Goretzka ein internes Triple gewonnen. Erleichterung auf den Fluren und in den Büros an der Säbener Straße. Das hätte auch eine ungute Wendung nehmen können.
Leon Goretzka bleibt beim FC Bayern – bis Saisonende. Und Leon Goretzka verlässt den FC Bayern – zum Saisonende. Es herrscht Klarheit. Für alle Beteiligten. Die Verantwortlichen haben aus dem Fall Thomas Müller gelernt. Vor einem Jahr war lange unklar, was aus der Vereinsikone, dem Fanliebling wird. Ein Hin und Her, das allen geschadet hat. Dies wurde nun vermieden.
Goretzka war den Anhängern nie egal
Leon Goretzka war und ist kein Publikumsliebling. Eher eine Figur, an der man sich als Fan und Beobachter gerieben hat. An dessen Auf und Ab seiner Leistungskurve, am Hin und Her zwischen Stammplatz, Ersatzbank und Tribüne.
Das Wichtigste: Er war den Anhängern nie egal, hat dem Verein acht Jahre die Treue gehalten. Und tritt auch jetzt, bei verlockender Gelegenheit (Atlético Madrid) nicht die Flucht an. Ebenso wenig wie im Sommer 2024, als der Verein ihm einen Abschied nahegelegt hatte.
Leon Goretzka hat ein hohes Ansehen in der Kabine
Natürlich wären die Bosse gerne über Los gegangen und hätten das unverhoffte Millionen-Plus (Einsparung von fünf Monaten Gehalt plus Ablösesumme im niedrigen Bereich) mitgenommen. Dadurch wäre jedoch Trainer Vincent Kompany verärgert gewesen, dem eine Alternative fürs Mittelfeld-Zentrum, ein wertvoller Kaderspieler in der heißen Phase der Saison gefehlt hätte. Dazu kommt: Goretzka ist im Team extrem beliebt, hat ein hohes Ansehen in der Kabine.
Zu den zählt also auch der Spieler selbst. Ich denke, dass die Fans Goretzka das Ja zu Bayern honorieren und ihm in den kommenden Monaten einen würdevollen Abschied bereiten werden. Und wer weiß? Am Ende hält Goretzka auf dem Abschiedsfoto den Henkelpott in Händen.