Kommentar

Causa Goretzka: Die Bayern-Bosse haben aus dem Fall Müller gelernt

Der Bayern-Reporter der AZ, Patrick Strasser, über die Causa Leon Goretzka. Der Nationalspieler entscheidet sich gegen einen Winterwechsel, verlässt die Münchner aber zum Saisonende. Eine Win-Win-Entscheidung für alle Beteiligten.
Patrick Strasser |
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Alles richtig gemacht. Von allen. Der FC Bayern hat im Fall Leon Goretzka ein internes Triple gewonnen. Erleichterung auf den Fluren und in den Büros an der Säbener Straße. Das hätte auch eine ungute Wendung nehmen können.

Leon Goretzka bleibt beim FC Bayern – bis Saisonende. Und Leon Goretzka verlässt den FC Bayern – zum Saisonende. Es herrscht Klarheit. Für alle Beteiligten. Die Verantwortlichen haben aus dem Fall Thomas Müller gelernt. Vor einem Jahr war lange unklar, was aus der Vereinsikone, dem Fanliebling wird. Ein Hin und Her, das allen geschadet hat. Dies wurde nun vermieden.

Goretzka war den Anhängern nie egal

Leon Goretzka war und ist kein Publikumsliebling. Eher eine Figur, an der man sich als Fan und Beobachter gerieben hat. An dessen Auf und Ab seiner Leistungskurve, am Hin und Her zwischen Stammplatz, Ersatzbank und Tribüne.

Das Wichtigste: Er war den Anhängern nie egal, hat dem Verein acht Jahre die Treue gehalten. Und tritt auch jetzt, bei verlockender Gelegenheit (Atlético Madrid) nicht die Flucht an. Ebenso wenig wie im Sommer 2024, als der Verein ihm einen Abschied nahegelegt hatte.

Leon Goretzka hat ein hohes Ansehen in der Kabine

Natürlich wären die Bosse gerne über Los gegangen und hätten das unverhoffte Millionen-Plus (Einsparung von fünf Monaten Gehalt plus Ablösesumme im niedrigen Bereich) mitgenommen. Dadurch wäre jedoch Trainer Vincent Kompany verärgert gewesen, dem eine Alternative fürs Mittelfeld-Zentrum, ein wertvoller Kaderspieler in der heißen Phase der Saison gefehlt hätte. Dazu kommt: Goretzka ist im Team extrem beliebt, hat ein hohes Ansehen in der Kabine.

Zu den zählt also auch der Spieler selbst. Ich denke, dass die Fans Goretzka das Ja zu Bayern honorieren und ihm in den kommenden Monaten einen würdevollen Abschied bereiten werden. Und wer weiß? Am Ende hält Goretzka auf dem Abschiedsfoto den Henkelpott in Händen.

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  • Südstern7 am 30.01.2026 20:56 Uhr / Bewertung:

    Ich sehe es genauso wie Patrick Strasser.

    Und dieses Mal, das sei noch angefügt, wird es einen gut geplanten Abschied geben. Zu viele Spieler haben in der Vergangenheit binnen weniger Tage ihre Spinde räumen müssen. So bleibt ihm die Ehrenrunde beim allerletzten Heimspiel und damit eine große Aufmerksamkeit. Und die hat sich Goretzka absolut verdient. Ein Mannschaftsspieler par excellence. Ein Vorzeigeprofi.

    Ich werde jeden Einsatz von Goretzka sehr genießen. Wenn er gesund bleibt, werden es noch viele werden.

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  • TheSpecialOne vor 13 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Südstern7

    Ein Vorzeigeprofi??? Für welche Zielgruppe? Für geldgeile Profis, die lieber auf der Tribüne 17 Mio. per annum kassieren, anstatt woanders zu spielen?

    Ich hab seine Auftritte unter den letzten drei Trainern nicht vergessen. Er wurde unter Flick auf die Bank gesetzt, und unter Nagelsmann und Tuchel ebenso, und ganz sicher nicht aus Gründen den Belastungssteuerung.

    Nicht eine Träne wein ich dem am Ende der Saison nach!

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