Bosse-Gipfel beim FC Bayern: Um diese Personalien geht es

Am Dienstag findet beim FC Bayern die nächste Sitzung des Aufsichtsrats statt, es wird über die Zukunft von Dreesen, Eberl und Freund gesprochen. Die AZ erklärt, wie die Tendenz bei dem Trio ist.
von  Maximilian Koch
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (l., mit Uli Hoeneß) wird seinen 2027 auslaufenden Vertrag verlängern.
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (l., mit Uli Hoeneß) wird seinen 2027 auslaufenden Vertrag verlängern. © IMAGO/Pressefoto ULMER / Markus Ulmer

Es wäre ja schon passend, wenn Jan-Christian Dreesen und Harry Kane im Gleichschritt beim FC Bayern verlängern würden. In der Sommer-Transferperiode 2023 war es schließlich der Vorstandschef der Münchner, der vor Ort in London hart mit dem damaligen Tottenham-Boss Daniel Levy verhandelte und den Rekordwechsel perfekt machte.

Für knapp unter 100 Millionen Euro plus Zusatzvereinbarungen kam Kane zu Bayern – und auch wenn so mancher Experte den Deal aufgrund der hohen Summe und Kanes Alter von 30 Jahren kritisierte, war der Engländer im Rückblick jeden Cent wert.

Toptransfer: Dreesen mit Harry Kane (l.).
Toptransfer: Dreesen mit Harry Kane (l.). © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Kanes Zukunft beim FC Bayern

Kane, so sagte es Ehrenpräsident Uli Hoeneß, sei der "beste Transfer, den wir je gemacht haben". Und daher wollen die Münchner ihren Top-Torjäger, der gerade zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt wurde, noch lange behalten.

2027 läuft Kanes aktuelles Arbeitspapier aus, in dieser Woche werden die Gespräche zwischen beiden Seiten fortgesetzt. Kane würde gern bis 2030 verlängern, Bayern bis 2029. Der Klub wird sich letztlich mit dem 33-Jährigen einigen.

Wird intern sehr geschätzt: Dreesen.
Wird intern sehr geschätzt: Dreesen. © IMAGO/DeFodi.de

CEO Dreesen verlängert

Gleiches gilt für CEO Dreesen, der dem Vorstand seit Ende Mai 2023 vorsitzt. Ähnlich wie bei Kane ist die Laufzeit noch nicht klar, nach AZ-Informationen geht es um zwei oder drei weitere Jahre.

An diesem Dienstag kommt der Aufsichtsrat zusammen, um unter anderem über Dreesens Zukunft zu sprechen. Dessen Vertrag läuft 2027 aus. An Dreesens Verlängerung gibt es intern keine Zweifel.

Anzeige für den Anbieter Spotify über den Consent-Anbieter verweigert

Aufsichtsrat berät über Vorstand

"Gehen Sie mal davon aus, dass der Aufsichtsrat seine Arbeit macht und gute Entscheidungen treffen wird", sagte Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer kürzlich, als ihn die AZ auf neue Verträge für Dreesen und Max Eberl ansprach. Auch der Kontrakt des Sportvorstands läuft bis 2027.

"Wenn man sich die letzte Saison anguckt: Wir haben das Double gewonnen, wir waren im Champions-League-Halbfinale, wir werden wirtschaftlich auch wieder ein gutes Jahr haben", ergänzte Hainer: "Wir sind mit der Arbeit des Vorstands sehr zufrieden – und das wird sich dann hoffentlich auch in den Entscheidungen widerspiegeln."

Gut drauf: Sportvorstand Max Eberl.
Gut drauf: Sportvorstand Max Eberl. © IMAGO

Eberl soll ebenfalls bleiben

Hoeneß, der gemeinsam mit Hainer im neunköpfigen Aufsichtsrat vertreten ist, hatte Eberl im Trainingslager am Tegernsee Ende Juli "eine perfekte Transferperiode" bescheinigt und die Chancen auf eine Verlängerung mit dem 52-Jährigen auf "im Moment 100" Prozent beziffert. Vor wenigen Tagen meinte Eberl zu den bevorstehenden Entscheidungen auf der Aufsichtsratssitzung: "Ehrlicherweise kann ich nicht sagen, wie da die Abläufe sind. Das wäre meine erste Verlängerung beim FC Bayern."

Er habe "immer gesagt, dass ich meinen Job machen möchte, dass ich einen guten Job machen möchte", ergänzte Eberl. "Und wenn man zufrieden ist, dann wird man auf mich zukommen. Schauen wir mal, was am Dienstag passiert."

Auch Christoph Freund (M.) soll wohl bleiben.
Auch Christoph Freund (M.) soll wohl bleiben. © IMAGO/Pressefoto ULMER / Markus Ulmer

Freund wichtig für Campus

Mit den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari hat Eberl in diesem Sommer bei den Bossen gepunktet, die Mehrzahl der Aufsichtsräte steht dem Vernehmen nach hinter ihm. Womöglich wird sich Eberl in Zukunft nach interner Kritik von Chefscout Nils Schmadtke trennen.

Bei Sportdirektor Christoph Freund, der beim Übergang vom Campus zum Profibereich eine ganz wichtige Rolle spielt, sieht es ebenfalls positiv aus. Auch Freunds Vertrag endet 2027, über die Zukunft des Österreichers entscheidet formell der Vorstand. Doch bei der Aufsichtsratssitzung wird auch über die Personalie Freund gesprochen werden. Dessen Verhältnis zu Eberl galt zuletzt als eher kühl.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.