Boateng: "Wir fürchten keinen Gegner in Europa"

Trainer Guardiola reist wegen des Todes seiner Cousine nach Spanien – deshalb spricht Abwehrchef Jérôme Boateng über das Duell gegen Ex-Klub Hertha: „Es bleibt immer etwas Besonderes."
| Maximilian Koch
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Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Club äußerte sich FCB-Verteidiger Jerome Boateng.
firo-Sportfoto Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Club äußerte sich FCB-Verteidiger Jerome Boateng.

München - So schnell wie auf dem Spielfeld, wenn Jérôme Boateng die wenigen Patzer seiner Kollegen korrigieren muss, war der Abwehrstar des FC Bayern auch diesmal zur Stelle. Ein Stau in der Münchner Innenstadt hielt Boateng nur kurz auf, dann war er auch schon da, um über Hertha BSC, den Gegner des FC Bayern, an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) zu sprechen.

Geplant war der Auftritt des 27-Jährigen eigentlich nicht. Pep Guardiola hätte wie gewohnt vor den Spielen über Gegner und Form der Bayern referieren sollen, aber der Katalane konnte nicht. Wegen des Todes einer Cousine reiste Guardiola am Freitag kurzfristig nach Spanien. Das Abschlusstraining am Nachmittag übernahm Co-Trainer Domenec Torrent. Am Samstag wolle Guardiola aber zurückkehren und seine Mannschaft beim Spiel gegen Hertha betreuen, teilte Mediendirektor Markus Hörwick mit.

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Statt Guardiola also Boateng, der gebürtige Berliner und Ex-Herthaner. Von 2005 bis 2007 hatte der Verteidiger das blau-weiße Trikot des Hauptstadt-Klubs getragen. Und deshalb sei diese Partie natürlich „besonders“, erklärte Boateng: „Es ist mein Heimatverein. Auch wenn es das jetzt schon häufiger gab, dass ich gegen Hertha gespielt habe, bleibt es immer etwas Besonderes.“

Den Berlinern, die unter Trainer Pal Dardai (Boateng: „Ich habe selbst noch mit ihm gespielt. Er hat einen guten Bezug zur Hertha-Mannschaft.“) bis auf Platz vier vorgeprescht sind, bescheinigte Boateng eine starke Entwicklung. „Man hätte nicht erwartet, dass Hertha so weit oben steht. Aber sie machen es sehr gut und haben sich das verdient. Ich würde mich freuen, wenn Hertha da oben bleibt.“

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Am Samstag ist Hertha-Fan Boateng aber natürlich Hertha-Gegner. Geschenke sind im strengen Bayern-Plan nicht einkalkuliert. „In den Heimspielen wollen wir den Fans möglichst schöne Spiele bieten“, sagte Boateng. Mit möglichst vielen Toren. Schließlich gab es in dieser Saison in den zehn Partien Zuhause durchschnittlich 4,2 Bayern-Tore zu bejubeln. Das schürt Erwartungen.

Boateng versuchte sich an einem Erklärungsansatz für die Superform des Tabellenführers. „Es ist der Charakter der Mannschaft, sich immer zu verbessern. Das ist harte Arbeit.“ Dass die Bayern bei einem Sieg gegen Hertha und einem Ausrutscher von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart bereits als Herbstmeister feststehen würden, sei laut Boateng indes „überhaupt kein Thema in der Mannschaft“.

Mit so kleinen Titeln beschäftigen sie sich eben längst nicht mehr. Die Champions League, die Meisterschaft, am besten das Triple – so lauten die Bayern-Ansprüche. Boateng sagte: „Egal, ob in der Bundesliga oder Champions League: Wir fürchten keinen Gegner.“

 

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