Eberls Zukunft beim FC Bayern: Klares Signal vor entscheidendem Termin
Es sind wegweisende Wochen beim FC Bayern – denn sowohl im Spielerkader als auch in der Chefetage stehen wichtige Personalentscheidungen an. Stürmer Harry Kane soll nach dem Ende seines WM-Urlaubs einen neuen Vertrag bis mindestens 2029 unterschreiben, der Engländer will mit seiner Familie in München bleiben.
Und auch bei den Bossen wird sich einiges tun: Auf der nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung am 25. August entscheidet sich die Zukunft von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl.
Nach AZ-Informationen sollen beide ihre 2027 auslaufenden Verträge verlängern – wenngleich es bei Eberl auch weiter kritische Stimmen im Aufsichtsrat gibt. Die Mehrheit soll inzwischen aber pro Eberl sein. "Gehen Sie mal davon aus, dass der Aufsichtsrat seine Arbeit macht und gute Entscheidungen treffen wird", sagte Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer am Sonntag, als ihn die AZ auf neue Verträge für Dreesen und Eberl ansprach. "Wenn man sich die letzte Saison anguckt: Wir haben das Double gewonnen, wir waren im Champions-League-Halbfinale, wir werden wirtschaftlich auch wieder ein gutes Jahr haben. Wir sind mit der Arbeit des Vorstands sehr zufrieden - und das wird sich dann hoffentlich auch in den Entscheidungen widerspiegeln."
Hainer soll Eberl ein klares Signal gesendet haben
Laut "Sport Bild" soll Hainer Eberl während der Asien-Reise informiert haben, dass dessen Verlängerung nichts im Wege stehe. Der Sportvorstand hat in dieser Transferperiode unter anderem mit den Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown gepunktet, zudem informiert er den mächtigen Aufsichtsrat um Hainer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge früher als zuvor über seine Pläne. Das kommt gut an.
Hoeneß hatte Eberl "eine perfekte Transferperiode" bescheinigt und die Chancen auf eine Verlängerung mit dem 52-Jährigen auf "im Moment 100" Prozent beziffert.
An einer Ausdehnung des Arbeitspapiers von Dreesen gab es ohnehin keinen Zweifel, der CEO führt den Vorstand mit Gelassenheit, Souveränität und Professionalität an. Er ist zudem Bayerns Finanzexperte. Sportdirektor Christoph Freund, der beim Übergang vom Campus zum Profibereich eine ganz wichtige Rolle spielt, soll ebenfalls über 2027 verlängern. Über Freunds Zukunft entscheidet der Vorstand. Bei Bayern sieht es nach Kontinuität auf der Kommandobrücke aus.

