Bayerns Defensive: Bedingt abwehrbereit

Auch wenn Gustavo auf drei Positionen spielt: Vor der Partie in Mailand macht die Abwehr Sorgen.
| Patrick Strasser
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Spielte gegen Mainz auf drei verschiedenen Positionen: Luiz Gustavo.
dpa Spielte gegen Mainz auf drei verschiedenen Positionen: Luiz Gustavo.

Auch wenn Gustavo auf drei Positionen spielt: Die Defensive des FC Bayern macht Sorgen

 Mainz - Es war ein skurriler Abend für Luiz Gustavo. Womöglich hat der Brasilianer in Mainz den inoffiziellen Positionsrekord aufgestellt. 90 Minuten, drei Jobs. Und alle erledigte der Winterpausen-Neuzugang zufriedenstellend.

Prüfung eins im Louis-van-Gaal-Abwehrcamp: Linksverteidiger. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit tauschte er mit Danijel Pranjic, assistierte nun Bastian Schweinsteiger im Zentrum vor der Abwehr. Die letzte halbe Stunde durfte sich Luiz Gustavo dann anstelle von Holger Badstuber als Innenverteidiger probieren. „Dafür hat mich ja der FC Bayern geholt, dass ich flexibel spielen kann”, sagte er. Rückfrage: Haben Sie auch schon mal als Torhüter gespielt? „Ja, in der Jugend.”

Das wird ihm nicht blühen. Doch die Partie in Mainz zeigte wieder einmal: Trainer van Gaal ist so experimentierfreudig wie unberechenbar – selbst in einem Auswärtsspiel gegen einen direkten Konkurrenten um Platz zwei/drei, selbst gegen einen Gegner, der den Bayern zuletzt zwei schmerzhafte Niederlagen zugefügt hatte. Doch warum all die Wechsel? „Badstuber hatte eine Gelbe Karte gesehen. Ich wollte kein Risiko eingehen”, erklärte van Gaal, „außerdem konnte ich so sehen, wie sich Luiz Gustavo als Verteidiger macht. Holger ist in der Innenverteidigung aber meine Nummer eins.”

Aber nicht immer sicher. Was sich in Mainz erneut zeigte. Die Mitte mit Timoschtschuk war zu offen, die Mainzer kamen leicht zu Chancen. „Wir haben es uns ein bisschen schwer gemacht durch einige Ballverluste in der Offensive. Da sind noch ein paar andere, die wir unterstützen müssen”, deutet Thomas Müller an, wo das Problem ist: die Rückwärtsbewegung und die Abwehr selbst. Sie ist bedingt abwehrbereit – was sich in den kommenden Duellen mit Inter Mailand, Borussia Dortmund und dem FC Schalke rächen könnte.

„Die Chancen, die Mainz hatte, kamen davon, dass die vier Spieler vorne (Gomez, Müller, Robben, Ribéry, d.Red.) nicht schnell genug umgeschaltet haben”, kritisierte Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann, der zu Bedenken gab: „Mich wundert, dass er seine ganze Abwehr durcheinander gewürfelt hat. Seine Philosophie würde mich interessieren. Es ist ungewöhnlich, dass man so viel wechselt auf diesen Positionen.”

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