Bayern: Ribéry will weg

Der Bayern-Star spricht so deutlich wie nie über seine Wechselabsichten. Nach Real Madrid kommt jetzt auch noch der FC Barcelona ins Spiel.
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Die Richtung ist noch nicht so ganz klar: Franck Ribéry zieht es zwar Richtung Spanien, doch ob es tatsächlich so kommen wird, weiß er selbst nicht.
dpa Die Richtung ist noch nicht so ganz klar: Franck Ribéry zieht es zwar Richtung Spanien, doch ob es tatsächlich so kommen wird, weiß er selbst nicht.

Der Bayern-Star spricht so deutlich wie nie über seine Wechselabsichten. Nach Real Madrid kommt jetzt auch noch der FC Barcelona ins Spiel.

MÜNCHEN Ribéry und der Wechsel: eine unendliche Geschichte. Nervig, aber manchmal auch komisch. Mike Thiel, den „Morning Man“ von Radio Gong, erreichte kürzlich die Mail eines Hörers namens Markus: „Morgen, Mike. Ich bin seit einem Monat in Madrid, in einer Wohnung des Neffen von Real-Präsident Perez. Er hat mir erzählt, Ribéry hätte am Samstag bei seinem Onkel unterschrieben! Und Kaka übrigens auch.“ Na, endlich Klarheit. Wurde auch Zeit.

Die Wochen und Monate zwischen Saisonende und dem Transferschluss am 30. August sind traditionell die Hauptsaison der Spekulationen und Spekulanten. Und da Spanier gerne noch auf den letzten Drücker kaufen oder verkaufen, könnte sich die Hängepartie um Ribéry noch eine Weile ziehen. Der Schlüssel zu seiner Zukunft liegt offenbar nicht im klimamäßig benachteiligten England, sondern in Madrid. Und plötzlich kommt auch der FC Barcelona ins Spiel.

Dem französischen Fernsehsender TF 1 gab Ribery nun ein Interview. Das spanische Blatt „Sport“, das in Barcelona erscheint, zitierte ihn zum Thema Barca mit den Worten: „Wenn es nach mir ginge, würde ich da hingehen.“ So klar hat er bislang nie gesagt, dass er weg will.

Auch zu Madrids kaufwütigem Präsidenten ist Ribéry gefragt worden? Gegenfrage des Franzosen: „Perez? Wer ist Perez?“ Ha! Späße macht er auch noch! Kleinlauter klingt es, als er sagt: „Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt. Sie ist schwer zu kontrollieren. Ehrlich, ich habe nicht den leisesten Schimmer.“

Ribéry wird wärmstens empfohlen von Zidane

Dass Reals Interesse an Ribéry nach dem Kaka-Transfer erloschen ist, braucht freilich niemand zu glauben. Der Geldbeutel von Florentino Perez ist noch lange nicht leer. Die drei teuersten Transfers der Fußballgeschichte gehen auf sein Konto. In den letzten drei Jahren gab Real fast 300 Millionen Euro für 42 neue Spieler aus.

Perez sagt: „Der Transfer von Kaka ist nur der Anfang. Ich werde alles dafür tun, damit Cristiano Ronaldo für Real spielen wird.“ Außerdem sollen David Silva und David Villa aus Valencia sowie Xabi Alonso und Alvaro Arbeloa aus Liverpool kommen. Und Ribéry, wärmstens empfohlen vom Ex-Nationalmannschaftskollegen Zinedine Zidane.

Beim Champions-League-Sieger FC Barcelona, wo angeblich auch Interesse an Luca Toni besteht, ist es Trainer Josep Guardiola, der den Franzosen haben will – auch, um bei seinen Seriensiegern den Konkurrenzkampf anzuheizen. Die Barca-Bosse aber kündigten an, bei den Ablösen „keine Verrücktheiten“ zu begehen (anders als Real). 40 Millionen Euro für Ribéry? Eine Summe, bei der Uli Hoeneß bekanntlich erst gar nicht den Hörer abnimmt. Der Bayern-Manager jedenfalls macht nun erst mal zwei Wochen Urlaub.

Wenn ihn Real-Boss Perez anruft, dürfte es um große Zahlen gehen. Und erst wenn der Präsident mit Einkaufen fertig ist, wird im Kader gestrichen. Reals neuer Sportdirektor Miguel Pardeza kündigte an: „Es wird viele Tränen geben.“ Rafael van der Vaart? Kann gehen. Wesley Sneijder? Lieber behalten. War verletzt und kommt sicher wieder. Arjen Robben? Kann gehen. Wenn Villa kommt. Bei Bayern kommt jetzt erst mal: Edson Braafheid. (AZ berichtete), der Linksverteidiger von Twente Enschede. Nicht ganz so spektakulär. Aber immerhin.

Thomas Becker

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