Kommentar

Bayern muss den Qualitätsverlust endlich kompensieren

Bayern-Reporter Maximilian Koch kommentiert den nahenden Abschied von David Alaba.
von  Maximilian Koch

Seit dem Triple-Triumph im August hat der FC Bayern mehrere Spieler mit sehr hoher individueller Qualität und Erfahrung abgegeben. Ivan Perisic, der kampfstarke und torgefährliche Kroate, ging zurück zu Inter, Ballkünstler Philippe Coutinho zum FC Barcelona und der in München oft verkannte Spielgestalter Thiago schloss sich dem FC Liverpool an. Speziell Thiago, aber auch die anderen beiden Offensivstars, fehlen der Mannschaft in der aktuellen Phase extrem.

Qualitätsverlust bei Bayern durch Sparmaßnahmen

Trainer Hansi Flick wies bereits vor dieser Saison völlig zu Recht auf den Qualitätsverlust hin - kompensiert hat ihn Bayerns Führung um Sportvorstand Hasan Salihamidzic nicht. Das liegt natürlich auch an nötigen Sparmaßnahmen infolge der Coronavirus-Pandemie. Zuschauereinnahmen bleiben aus, alle Klubs beklagen riesige Verluste. Doch die Transfers, die Salihamidzic in der vergangenen Wechselperiode tätigte, immerhin waren es acht an der Zahl, haben die verlorengegangene Klasse in keiner Weise zurückbringen können. Die Ausnahme bildet Leroy Sané, der immer stärker wird.

FC Bayern braucht Top-Spieler wie Dayot Upamecano

Mit David Alaba verlässt der nächste Stammspieler und Triple-Held das Flick-Team. Jérôme Boateng könnte folgen, sein Vertrag läuft ebenfalls im Sommer aus. Die Bayern-Spitze ist deshalb gefordert. Allein mit internen Lösungen werden diese Abgänge nicht aufzufangen sein. Qualität muss her! Zum Beispiel mit Leipzigs Dayot Upamecano für die Abwehrmitte. Und mit einem Top-Rechtsverteidiger, der im derzeitigen Kader fehlt.