Ballon d’Or 2026: FC Bayern darf auf fünf Auszeichnungen hoffen
Wird der FC Bayern für seine starke Vorsaison ausgezeichnet? Am 26. Oktober findet in London die diesjährige Verleihung des Ballon d'Or statt – und der deutsche Rekordmeister ist in gleich fünf Kategorien nominiert.
Am Dienstag hat Veranstalter "France Football" die Nominierten für die jeweiligen Kategorien bekanntgegeben. Der FC Bayern ist sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen als "Klub des Jahres", Cheftrainer Vincent Kompany als "Trainer des Jahres" und Lennart Karl als "Junger Spieler des Jahres" nominiert.
Die Kandidaten für den "Weltfußballer des Jahres" werden erst im Laufe des Tages bekanntgegeben. Dabei wird mit Torjäger Harry Kane aller Voraussicht nach auch mindestens ein Bayern-Star nominiert sein.
Kane schießt Tore ohne Ende – was trotzdem gegen den Bayern-Star spricht
Der Engländer hat erneut eine herausragende Saison hinter sich und erzielte wettbewerbsübergreifend in 51 Spielen 61 Tore und bereitete sieben weitere vor, mit 36 Ligatreffern holte er sich zudem den "Goldenen Schuh" als bester Torjäger Europas. Auch bei der Weltmeisterschaft stellte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft seine Extraklasse mit sechs Toren in sieben Spielen unter Beweis.
Der FC Bayern hofft selbstredend auf eine Auszeichnung für seinen Torjäger und hat in den vergangenen Wochen immer wieder die Lostrommel für den 33-Jährigen gerührt. Was seine Chancen auf den Weltfußballer-Titel trotz seiner herausragenden individuellen Leistungen allerdings schmälert, ist die Tatsache, dass Kane in der abgelaufenen Saison keinen internationalen Titel gefeiert hat. Mit England war bei der WM im Halbfinale gegen Argentinien Schluss, mit Bayern musste er sich in der Champions League ebenfalls im Halbfinale dem späteren Titelträger Paris Saint-Germain geschlagen geben.
Hoeneß über Kane: "Er hat es mehr als verdient"
Ehrenpräsident Uli Hoeneß spricht sich dennoch für Kane als Weltfußballer aus. "Er hatte das Pech, dass wir unglücklich gegen Paris ausgeschieden sind. Wenn wir ins Endspiel gekommen wären, dann gäbe es ja gar keine Frage", sagte Hoeneß am Rande des "SportBild"-Awards. Wichtig sei es, die Gesamtleistung über die komplette Saison zu sehen. "Er hat es mehr als verdient. Den Preis dann Messi oder solchen Leuten zu geben, die ihn schon drei Mal gewonnen haben, das finde ich nicht mehr lustig."
Großer Konkurrenz sieht sich auch Coach Kompany ausgesetzt. In der Kategorie "Trainer des Jahres" sind neben ihm unter anderem Weltmeister-Trainer Luis de la Fuente, Champions-League-Sieger Luis Enrique und Mikel Arteta, der mit dem FC Arsenal englischer Meister wurde und ins Champions-League-Finale kam, nominiert.
