Ballack: Hoeneß holte Schweinsteiger auf den Boden

Der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack verabschiedet Bastian Schweinsteiger mit viel Lob und verweist auf einen ganz wichtigen Moment in dessen Fußball-Karriere.
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Ohne Uli Hoeneß wäre Bastian Schweinsteigers Karriere womöglich anders verlaufen.
dpa Ohne Uli Hoeneß wäre Bastian Schweinsteigers Karriere womöglich anders verlaufen.

Der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack verabschiedet Bastian Schweinsteiger mit viel Lob und verweist auf einen ganz wichtigen Moment in dessen Fußball-Karriere.

Mönchengladbach - Vor Schweinsteigers Abschiedsspiel mit der DFB-Auswahl am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) gegen Finnland gerät Michael Ballack über dessen Karriere ins Schwärmen: "Er verkörpert Klasse und Persönlichkeit. Er war ein Spieler und ein Mensch, der eine Mannschaft geprägt hat. Er hat Großes in seiner Karriere geleistet, er hat die Champions League gewonnen und wurde Weltmeister", sagte Ballack dem Express.

Dass der junge Schweinsteiger einst für einen übertriebenen Jubel und einen Ausflug in Begleitung in den Pool von Uli Hoeneß "ins Achtung gestellt" worden war, sieht Ballack als prägend an. "Ich glaube, dass dieser Moment für Schweinsteigers Karriere entscheidend war. Ulis Angriff in der Öffentlichkeit hat Basti zurechtgerückt. Das hat ihn auf den Boden zurückgeholt."

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Danach sei er "nicht mehr der Schweini, sondern Schweinsteiger" geworden: "Ein Spieler, der ernster wurde, mehr Verantwortung übernommen hat, professioneller und reflektierter lebte. Bastis Karriere hätte sonst in eine ganz andere Richtung laufen können."

Ballack hat in der gemeinsamen Zeit beim FC Bayern zudem eine "großartige Fähigkeit" entdeckt: "Bastian hat zugehört, wenn ihm ein älterer Spieler etwas gesagt hat. Er hat es angenommen, wenn man ihm einen Rat gegeben hat. Er hat die natürliche Hierarchie einer Mannschaft angenommen, ohne zu allem Ja und Amen zu sagen."

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