"Alex weiß Bescheid": Bosse des FC Bayern sägen Nübel endgültig ab

Alexander Nübel steht beim FC Bayern noch langfristig unter Vertrag. Eine Zukunft im Tor der Münchner aber hat er nach dem Ende seiner Leihe in Stuttgart nicht.
Kilian Kreitmair
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Abserviert: Alexander Nübel.
Abserviert: Alexander Nübel. © IMAGO

Alexander Nübel war weder in der Allianz Arena noch auf der Meisterfeier des FC Bayern. Wie auch? Er sicherte sich knappe 400 Kilometer entfernt am Samstagnachmittag im Frankfurter Waldstadion mit dem VfB Stuttgart das Champions-League-Ticket - ein 2:2 reichte den Schwaben gegen die Eintracht aus. Trotzdem war Nübel an diesem Wochenende auch ein Thema in München.

Freund serviert Nübel ab

Es ging um seine Zukunft beim Rekordmeister. Immerhin ist der 29-Jährige nur noch bis Sommer an den VfB ausgeliehen. In den Planungen der Bayern-Bosse spielt Nübel, der in München noch einen Vertrag bis 2030 hat, nach der Verlängerung von Manuel Neuer (bis 2027) allerdings keine Rolle mehr (die AZ hatte exklusiv berichtet). Nun wurde der Keeper auch öffentlich abserviert.

"Alex wird nächste Woche im DFB-Pokalfinale gegen uns spielen und im Tor stehen", holte Freund aus, ehe er klarstellte: "Wir haben einen Austausch gehabt mit seinem Management. Und auch der Alex weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind." Das Torhütertrio der Bayern für kommende Saison heißt Neuer, Jonas Urbig und Sven Ulreich. "Wir gehen mit den Tormännern, die wir jetzt haben, auch in die nächste Saison", so der Österreicher.

Wir haben einen Austausch gehabt mit seinem Management. Und auch der Alex weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind.

Christoph Freund

Hainer: "Gehe nicht davon aus, dass er zum FC Bayern zurückkehrt"

Eine indirekte Watschn für Nübel. Bayern-Präsident Herbert Hainer legte sogar noch nach. "Wir haben im Moment drei Torhüter", meinte er auf der Meisterfeier am Paulaner Nockherberg: "Wir werden sehen, wie es für ihn weitergeht. Aber im Moment gehe ich nicht davon aus, dass er zum FC Bayern zurückkehrt." Und wenn doch?

Was passiert, wenn es zum Worst-Case-Szenario kommt und Nübel beim Trainingsauftakt tatsächlich an der Säbener Straße vorfährt? Möglich ist das durchaus. Aktuell zeichnet sich noch keine Lösung ab. Ein Grund: Nübel ist alles andere als ein Schnäppchen. Alleine sein Gehalt übersteigt angeblich die 10-Millionen-Euro-Marke. Für seinen Leihklub Stuttgart ist das deutlich zu viel, zumal eine Ablösesumme bei einem festen Transfer noch dazukommen würde.

Alexander Nübel hat laut Bayern-Präsident Herbert Hainer keine Zukunft beim FC Bayern.
Alexander Nübel hat laut Bayern-Präsident Herbert Hainer keine Zukunft beim FC Bayern. © IMAGO

Stuttgart plant mit Seimen auf der Torhüterposition

Bei den Schwaben plant man die Zukunft auf der Torhüter-Position mit Nachwuchstalent Dennis Seimen, der zuletzt als Leihspieler in Paderborn überzeugen konnte. Auf der anderen Seite möchte Nübel, der keine schlechte Saison im Schwabenland spielt, natürlich nur ungern auf Gehalt verzichten. Ob die Bayern einen Klub finden, der für den 29-Jährigen tief in die Tasche greift und zu dem er auch will? Es käme wohl vor allem ein Wechsel in die finanzstarke Premier League in die Frage.

Doch es könnte eine zähe Nummer werden, die sich bis nach der Weltmeisterschaft hinziehen könnte. Davor wird Nübel, der 2020 ablösefrei aus Schalke kam, wohl beim DFB-Team den nächsten Rückschlag erleiden. Bei einem Sensationscomeback von Neuer würde er seinen Rang als Nummer zwei verlieren. Wie das Aufeinandertreffen mit dem Keeper-Routinier ausfallen würde? Noch gibt es viele Fragezeichen, die sich in den nächsten Wochen peu à peu auslösen werden.

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