14 Minuten, die Pep Guardiola Sorgen bereiten

Kontrollverlust in Mönchengladbach: Der FC Bayern bricht nach dem ersten Gegentor ein, verliert 1:3. Trainer Pep Guardiola weiß: Seiner Mannschaft passiert das nicht zum ersten Mal.
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Ratlosigkeit bei den Stars des FC Bayern: Manuel Neuer, Arturo Vidal, Medhi Benatia, Sebastian Rode und Rafinha.
firo/Augenklick Ratlosigkeit bei den Stars des FC Bayern: Manuel Neuer, Arturo Vidal, Medhi Benatia, Sebastian Rode und Rafinha.

München - Philipp Lahm nahm es nicht ganz so genau, aber das war nicht weiter wichtig, denn es ging um die Botschaft seiner Aussage. "Man darf in fünf Minuten das Spiel nicht herschenken", kritisierte der Kapitän des FC Bayern nach dem 1:3 bei Borussia Mönchengladbach, der ersten Saisonniederlage des Tabellenführers in der Bundesliga: "Wir haben zu viele Fehler gemacht, das wird von einer guten Mannschaft bestraft."

In Wahrheit hatten 14 statt fünf Minuten zwischen den drei Gegentoren durch Oscar Wendt (54.), Lars Stindl (66.) und Fabian Johnson (68.) gelegen - aber Lahm lag natürlich trotzdem richtig mit seiner Aussage: Die Bayern waren kollektiv zusammengebrochen, überrannt von einem Gegner, der die gedankliche Auszeit der Münchner Übermannschaft an diesem Nachmittag konsequent auszunutzen wusste.

"Wir müssen in der Lage sein, aus diesem Spiel zu lernen, dass wir nie unsere Kontrolle, unsere Basis verlieren dürfen", sagte Pep Guardiola. Der Bayern-Trainer klang besorgt - aus gutem Grund. Nicht zum ersten Mal musste er seinem Team machtlos von der Seitenlinie aus dabei zusehen, wie es sich von einem Gegentor demoralisieren ließ.

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Die Szenen im Borussia-Park erinnerten an das Aus in den vergangenen beiden Jahren im Champions-League-Halbfinale. Bei den deutlichen Niederlagen gegen Real Madrid im Rückspiel 2014 und beim FC Barcelona im Hinspiel 2015 waren die Bayern nach dem ersten Gegentor ebenfalls auseinandergebrochen, kassierten schnell die Treffer zwei und drei.

 

 

Und auch beim denkwürdigen 1:4 in Wolfsburg Anfang des Jahres war Guardiolas Team nach dem Rückstand oft unüberlegt nach vorne gestürmt und ließ sich dann auskontern.

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So wie nun in Gladbach.

"Wir sind es nicht mehr gewohnt, in Rückstand zu geraten", sagte Lahm. "Nach dem ersten Gegentor waren ja noch 35 Minuten zu spielen, dann muss man ruhiger agieren."

Aber das taten die Bayern nicht. "Selbst schuld", kommentierte deshalb Rückkehrer Franck Ribéry, der nach neun Monaten Verletzungspause sofort zum Ehrentreffer traf (81.).

Zur Geschichte des Spiels reichte das aber nicht. Die Bayern zeigten sich in Gladbach verwundbar - die internationale Konkurrenz im Kampf um die Champions League wird das registrieren.

Maximilian Koch

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