FC Bayern Basketball: Neustart mit Uli Hoeneß

Für die Bayern-Basketballer beginnt am Samstag in Oldenburg die neue Saison. Die Umbauarbeiten beim Team und Verein sind groß. Pesic: „Wir brauchen Hoeneß, der uns wie eine Lokomotive vorantreibt“.
| Julian Buhl
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"Ohne ihn hätte es das Basketball-Projekt nicht gegeben", Bayern-Kapitän Bryce Taylor über Uli Hoeneß.
sampics/Augenklick "Ohne ihn hätte es das Basketball-Projekt nicht gegeben", Bayern-Kapitän Bryce Taylor über Uli Hoeneß.

München - Es ist laut im Münchner Audi Dome. Es wird geschraubt und gebohrt, eine Hebebühne ist mitten auf dem Spielfeld aufgebaut. Der neue Videowürfel wird gerade in der Halle montiert, da bleibt Baulärm eben nicht aus.

“So wie wir die Mannschaft und unser Programm weiterentwickeln, wollen wir es auch mit unserer altwehrwürdigen Halle tun, die eben auch ihre Schwächen hat”, sagt Volker Strix, Geschäftsführer des FC Bayern Basketball. Der vierseitige LED-Würfe gehört ebenso wie eine modernisierte Spielerkabine zu den Bau-Projekten, an denen aktuell noch gearbeitet wird. Zum ersten Heimspiel, also am kommenden Freitag sollen sie abgeschlossen sein.
Auch bei der Profi-Mannschaft des FCBB sind die umfangreichen Umbauarbeiten des Sommers noch in vollem Gange. Unter anderem Deon Thompspon, Dusko Savanovic und John Bryant haben den Verein verlassen, insgesamt sechs neue Spieler wurden verpflichtet. Nach einem neuen Spielmacher suchen die Bayern noch.

Dem ebenfalls neuen Trainer des FC Bayern ist das Dilemma, in dem er und seine Mannschaft sich derzeit befinden, bewusst. Es ist vor allem ein zeitliches. „Es sind einige neue Spieler gekommen, ein neuer Trainer mit neuen Ideen”, führte der Chefcoach bei der Auftaktpressekonferenz zur neuen Spielzeit aus: “Eigentlich brauchen wir Zeit. Wir müssen den Prozess, ein Team zu werden, aber so kurz wie möglich gestalten.” Denn schon morgen steht das erste Saisonspiel an. Der FCBB tritt dann (20.30 live auf telekombasketball.de) in Oldenburg an, also dort, wo die Bayern Anfang Mai das letzte Hauptrundenspiel der vergangenen Spielzeit verloren und eine bessere Ausgangsposition für die anschließenden Playoffs verspielt hatten. Im Halbfinale folgte damals das krachende 0:3-Aus gegen Bamberg und im Sommer dann der größte Umbruch seit dem Wiederaufstieg der Bayern 2011.
Geschäftsführer und Sportdirektor Marko Pesic ist nun “höchst zufrieden, wie sich die Mannschaft darstellt”, wie er sagt: “Die Spieler, die von der letzten Saison übriggeblieben sind, haben von Anfang an versucht, die Neuen zu integrieren.” Das galt auch für Coach Djordjevic, der, nach dem Silbermedaillengewinn mit Serbien bei den Olympischen Spielen in Rio, erst Ende August seine mit dem Team arbeiten kann. “Die Mannschaft macht einen ausgezeichneten Eindruck was Teamchemie und Einsatz angeht”, sagt Pesic: “Das Einzige, was uns fehlt, ist noch mindestens eine Woche Zeit, um uns einzuspielen.”

Bei der Suche nach einem neuen Spielmacher wolle man dennoch “nichts überstürzen”, wie Djordjevic sagt. Ob US-Profi Dominic Waters, den die Bayern in dieser Woche testeten, verpflichtet wird, er, der ehemalige Weltklasseaufbauspieler, offen. Die Auswahl des Point Guards sieht Djordjevic sogar als “Schlüssel für diese Saison”.

Ein weiterer wird Uli Hoeneß sein. „Er ist ja ein großer Befürworter des Basketball-Projekts und will es sicherlich weiter wachsen sehen“, sagte Kapitän Bryce Taylor zuletzt bereits im AZ-Interview: „Wenn er wieder Präsident werden würde, würde uns das definitiv helfen.“ Und der Basketballpatron des FCBB drängt schon jetzt mehr und mehr zurück ins Rampenlicht. Nun signalisierte er, für nötigen finanziellen Mittel für einen neuen Spielmacher sorgen zu wollen – und nahm damit Pesic in die Pflicht, möglichst bald einen zu präsentieren. „Wer Uli Hoeneß kennt, der weiß, dass er ungeduldig ist“ sagte Pesic: „Das ist das, was wir von ihm brauchen, dass er uns wie eine Lokomotive vorantreibt und pusht.” Es gebe aber „in diesem Basketball-Verein keine Person, die sich mehr freut, dass Hoeneß wieder zurückkommt, als ihn. “Ich rede fast jeden Tag mit ihm. Er hat so viel Erfahrung und Bayern-Gen in sich, dass uns jedes Gespräch weiterbringt”, sagt Pesic der AZ.

In Sachen Point Guard kündigte Pesic schließlich an: “Wenn wir ein Spieler finden, der verteidigen, scoren und offensiv kreativ sein kann, werden wir den sofort holen – vielleicht nicht den Besten, sondern den Richtigen.” Gelingt dieses Vorhaben, wäre auch die vorerst letzte verbliebene Baustelle beim FC Bayern Basketball geschlossen.

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