Er lernt schon Deutsch

Ein Mexikaner als Bayern-Jogi: Martin Vasquez (44) wird Assistenzcoach von Jürgen Klinsmann. Warum sich der künftige Bayern-Trainer für den unbekannten Amigo aus Los Angeles entschieden hat.
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
„Er führt Spieler mit Engagement und Leidenschaft“: Jürgen Klinsmann (r.) über Martin Vasquez, seinen Co-Trainer bei Bayern.
FC Bayern „Er führt Spieler mit Engagement und Leidenschaft“: Jürgen Klinsmann (r.) über Martin Vasquez, seinen Co-Trainer bei Bayern.

Ein Mexikaner als Bayern-Jogi: Martin Vasquez (44) wird Assistenzcoach von Jürgen Klinsmann. Warum sich der künftige Bayern-Trainer für den unbekannten Amigo aus Los Angeles entschieden hat.

MÜNCHEN Nur der Name des wichtigsten Klinsmann-Helfers ist eine echte Überraschung. „Ja, so ist er, der Jürgen Klinsmann. Er hat viele Ideen“, hatte Manager Uli Hoeneß schon vor Wochen über den künftigen Bayern-Coach und dessen angedachtes Trainerteam beim FC Bayern gesagt, „einer soll aus Südamerika kommen.“ Fast richtig. Der Mann heißt Martin Vasquez (44) und kommt aus Mittelamerika. Er ist gebürtiger Mexikaner, lebt seit seinem zwölften Lebensjahr in Kalifornien. Vasquez, ein Klinsmann-Amigo aus Los Angeles, wird ab 1. Juli Assistenzcoach beim Rekordmeister.

Vasquez – Klinsmanns Bayern-Jogi

In Europa ist Vasquez, der frühere Nationalspieler Mexikos (zehn Spiele) und der USA (sieben Spiele), bislang nicht in Erscheinung getreten. Erfahrung hat er dennoch. Er arbeitete als Assistenzcoach in der Major league Soccer (MLS) für Los Angeles Galaxy, bei der Cal Poly-Ponoma University und in der mittlerweile aufgelösten US-Frauen-Profiliga bei San Diego Spirit. Zuletzt war er ebenfalls als Assistenztrainer tätig – für Preki. So wird nämlich Predrag Radosavljevic, der Cheftrainer des MLS-Vereins C.D. Chivas USA aus Los Angeles, genannt. Und Chivas trainiert auf dem selben Gelände wie Lokalrivale Los Angeles Galaxy, jenem Verein in den USA, für den der im benachbarten Huntington Beach lebende Klinsmann bis zuletzt als Berater tätig war.

Nun also Klinsi statt Preki.

„Ich kenne Martin seit 2003 als er Trainer bei einem Elite-Fußball-Camp in den USA war“, ließ Klinsmann via FC Bayern-Pressestelle verlauten. „Ich war beeindruckt von seinem positiven Führungsstil und seiner Leidenschaft auch nach Innovationen. Ich empfahl ihn den LA Galaxy. Anstelle einer Cheftrainer-Position, die er in der US-Liga übernehmen könnte, bin ich glücklich, dass mich Martin nun als Co-Trainer zum FC Bayern begleiten wird.“

Als Favorit galt zuvor Osvaldo Ardiles (55), der argentinische Weltmeister von 1978, den Klinsmann aus gemeinsamen Tagen bei Tottenham Hotspur kennt. Warum sich der Bayern-Coach nun für den unbekannten Vasquez entschieden hat? „Martin ist ein permanenter Antreiber“, beschreibt ihn Klinsmann, „er führt Spieler mit Engagement und Leidenschaft.“ Außerdem kann sich der neue Bayern-Chefcoach, wie einst auch als Bundestrainer mit dem zuvor als Klubtrainer eher mäßig erfolgreichen Joachim Löw, beim Mexikaner völliger Loyalität sicher sein. Denn für Vasquez ist der Bayern-Vertrag das erste Engagement bei einem weltweit bekannten Fußball-Verein überhaupt.

Außerdem kann sich der Mexikaner mit der immer größer werden Latino-Fraktion bei den Bayern – Martin Demichelis und Jose Ernesto Sosa sprechen wie Vasquez spanisch, die Brasilianer Lucio, Breno und Zé Roberto verstehen spanisch – bestens verständigen. „Martin spricht perfekt englisch und spanisch“, erklärte Klinsmann. Und deutsch? „Er hat bereits mit einem Deutsch-Sprachkurs begonnen“, so Klinsmann. jos

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren