OB Reiter wird zum Puck(ein)werfer

Der EHC München kämpft um die Meisterschaft, Münchens Oberbürgermeister führt am Freitag das Eröffnungsbully der Finalserie durch. Kommt auch der öffentlichkeitsscheue Red-Bull-Boss Mateschitz?
| Matthias Kerber
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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, ein Eishockeyfan, wird am Freitag das Eröffnungsbully machen.
dpa Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, ein Eishockeyfan, wird am Freitag das Eröffnungsbully machen.

München - Ab Freitag geht es für den EHC Red Bull München darum, sich endgültig in den Status des Ligaprimus zu erheben und sich im DEL-Finale gegen die Wolfsburg Grizzlys den Meistertitel zu holen und damit zur Nummer 1 im deutschen Eishockey zu krönen.

Und einer wird am Oberwiesenfeld auf jeden Fall seine Aufwartung machen: Münchens erster Politiker – Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Der ist, anders als sein Vorgänger Christian Ude, der an einer akuten und nicht heilbaren Eishockeyallergie litt und deswegen in seiner Amtszeit nie den Weg ins Olympia-Eisstadion fand, echter Fan des härtesten und schnellsten Mannschaftssports der Welt. Reiter wird um 19.30 Uhr das Eröffnungsbully dieser Finalserie (Best of seven) machen und damit die Spiele beginnen lassen.

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Reiter war bereits mehrfach beim EHC zu Gast. Etwa beim großen Eisspektakel am zweiten Weihnachtsfeiertag, als der EHC in die Olympiahalle umzog und sein Derby gegen die Augsburger Panther vor 10 000 Zuschauern bestritt. Und eben auch für Finalspiel 1 wurden für ihn vier Karten zurückgelegt, er wird mit seiner Frau Petra und weiteren Familienmitgliedern kommen.

"Die Stimmung in der Halle ist fantastisch"

 

„Man merkt insgesamt, wie sehr Eishockey in den letzten Wochen und Monaten in München angekommen ist“, sagte Münchens Kapitän Michael Wolf, „die Stimmung in der Halle ist fantastisch, die Fans treiben uns voran. Aber man merkt es auch in der Stadt selber, dass hier wirklich ein bisschen Euphorie Einzug gehalten hat, das ist wunderbar.“

Vielleicht schaut noch einer vorbei. Die Nummer 1 des Red-Bull-Konzerns: Besitzer Didi Mateschitz. Der ist großer Eishockeyfan, aber vor allem sehr öffentlichkeitsscheu. Deswegen hat er, der große Schweiger, seine Münchner Roten Bullen bisher noch nicht live gesehen, doch jetzt – in der Finalserie, dem größten Erfolg der Klubgeschichte – gibt es Gerüchte, dass der 71-Jährige zum Daumendrücken vorbeischaut.

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Bei den Red Bulls Salzburg waren er und sein Sohn öfter. Die Salzburger Eishackler waren auch die ersten Sportler, die Mateschitz je gesponsert hat. Damit fing alles an für den Mann, dessen Vermögen jetzt auf zehn Milliarden geschätzt wird – die Formel 1, Fußball, Ski-Asse wie Lindsey Vonn oder Stratosphären-Spinger Felix Baumgartner folgten.

Seit 2013 gehört der EHC in München zum Portfolio. Ob Mateschitz ihm im Finale Flügel verleiht?

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