Interview

EHC-Verteidiger Daubner: "Ich wusste gar nicht, dass es ein spezielles Tor ist"

Maximilian Daubner erzielt gegen Straubing das 1.000. Heimspieltor des EHC in der DEL. "Ich bin froh, dass ich an dem Meilenstein beteiligt war."
| Matthias Kerber
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
"Ich habe mich erst nur gefreut, dass ich mich in die Scorerliste eingetragen habe", sagt Maximilan Daubner nach seinem Treffer gegen Straubing, dem 1000. Heimspieltor des EHC in der DEL.
"Ich habe mich erst nur gefreut, dass ich mich in die Scorerliste eingetragen habe", sagt Maximilan Daubner nach seinem Treffer gegen Straubing, dem 1000. Heimspieltor des EHC in der DEL. © EHC Red Bull München / City-Press GmbH

AZ: Herr Daubner, Gratulation zu Ihrem Treffer für den EHC Red Bull München gegen die Straubing Tigers, der zugleich das 1000. Heimspieltor in der DEL des EHC war. Ein Niederbayer schießt gegen einen niederbayerischen Verein also ein historisches Tor für den oberbayerischen Vertreter.
MAXIMILIAN DAUBNER: (lacht) So kann man es wohl umschreiben. Aber ich muss zugeben, dass ich mir in dem Moment gar nicht bewusst war, dass es das 1000. Heimtor der Red Bulls war. Ich habe mich erst nur gefreut, dass ich mich in die Scorerliste eingetragen habe. Als ich dann auf die Spielerbank zurückkam, hat mich dann der Yannic Seidenberg aufgeklärt, dass es ein besonderes Tor war. Da ich das erst nicht mitgekriegt hatte, habe ich mir den Puck auch gar nicht gesichert und aufgehoben. Aber mei, ich freue mich halt einfach so, dass ich an diesem Meilenstein beteiligt war, und mein Name da immer irgendwo mit in der Chronik stehen wird.

Daubner ist gerne in Deggendorf auf seinem Hof

Macht es als gebürtiger Deggendorfer besonderen Spaß, gegen Straubing zu treffen?
Ich würde es so sagen, ich freue mich einfach über jedes Tor. Und Spiele gegen Straubing sind immer hart, weil die wirklich um jeden Zentimeter auf dem Eis fighten. Und gerade jetzt, da ich ja aufgrund der vielen Verletzten als Verteidiger aushelfe, macht es extra Spaß, der Mannschaft auch mit einem Tor helfen zu können.

Sie sind aber weiterhin sehr heimatverbunden.
Das stimmt. Ich lebe zwar in München, aber an freien Tagen bin ich auch gerne daheim. Wir haben da einen Hof, und ich züchte auch ein bisschen Pferde, das ist ein Hobby von mir.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Fast wie Bayerns Fußball-Star Thomas Müller. . .
Da liegen schon Welten dazwischen, aber ich mag Pferde sehr. Das tut mir gut, um ein bisschen Abstand von allem zu gewinnen. Ich reite zwar nicht selber, weil da einfach die Verletzungsgefahr zu groß wäre, aber wenn meine Karriere mal beendet ist, werde ich mich sicher in den Sattel schwingen.

Daubner als EHC-Verteidiger: "Mir taugt es da hinten schon"

Ja, im Vergleich zu einem Sturz vom Pferd dürften selbst Checks von Münchens Eis-Riese Keith Aulie harmlos sein.
(lacht) Das glaube ich auch.

Wie Sie schon sagten, Sie spielen zur Zeit als Verteidiger: Ist das etwas, was Sie sich auf Dauer vorstellen könnten? Seidenberg hat ja vorgemacht, dass der Rollentausch extrem erfolgreich sein kann.
Also, mir taugt es da hinten schon. Und ich hole mir viele Tipps - etwa von Seidenberg. Ich weiß nicht, welche Pläne die Trainer auf lange Sicht mit mir haben. Ich kann mir aber alles vorstellen. Was immer der Mannschaft hilft, mache ich.

EHC München: "Unser Ziel ist weiterhin, die Meisterschaft"

Die Red Bulls sind in dieser Saison noch nicht zu überzeugend wie erwartet, man kassiert etwa viel zu viele Tore.
Ja, so sieht es aus. Und da waren wir auch nicht immer mit uns zufrieden. Wenn man so viele Gegentore bekommt, muss man selber extrem viele schießen, damit man am Ende doch noch den Sieg holt - und das gelingt eben nicht immer. Wir haben sicher einige Punkte liegenlassen, die wir nicht hätten abgeben dürfen. Aber zuletzt ist das schon viel besser geworden. Ich bin mir sicher, dass wir uns diese Punkte jetzt wiederholen. Denn eins ist klar: Unser Ziel ist weiterhin, die Meisterschaft.

Gibt es eine Erklärung für die vielen Gegentore?
Nicht wirklich. Es sind oft nur Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob ein Puck reingeht oder nicht. Die Erklärung ist wohl: So ist der Sport, aber eine echte Erklärung ist das auch ned (lacht).

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren