EHC München von Platz 1 in die Playoffs: Pole-Meister - macht's noch einmal!

2016 marschierte der EHC Red Bull von Rang 1 nach der Hauptrunde zur Meisterschaft durch, auch heuer sicherte sich der EHC die Pole Position. Wer wichtig war: Die AZ zeigt die Schlüsselspieler der Hauptrunde.
| Simon Stuhlfelner
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Auf ihn wird es in den Playoffs ankommen: EHC-Topscorer Keith Aucoin (Mitte), der hier mit Brooks Macek (links) jubelt.
gepa pictures/ho Auf ihn wird es in den Playoffs ankommen: EHC-Topscorer Keith Aucoin (Mitte), der hier mit Brooks Macek (links) jubelt.

Das Vorrunden-Orakel stimmte nur in 15 von 36 Fällen: Seit der deutsche Eishockey-Meister ab der Saison 1980/81 in den Playoffs ermittelt wird, schnappte sich nur 15 Mal der Hauptrundensieger den Titel. Neun Mal triumphierte der Zweite, zwölfmal sogar gewann ein noch schlechter platziertes Team die Meisterschaft. Beim EHC Red Bull München, der sich am Sonntag mit einem 3:2-Sieg in Bremerhaven am letzten Spieltag doch noch Platz eins nach der Hauptrunde sicherte, weckt der erste Platz freilich sehr angenehme Gefühle: Im Vorjahr schaffte man als Hauptrundensieger mit nur zwei Niederlagen in 14 Playoff-Partien den Durchmarsch zur Meisterschaft.

Und so ist man beim EHC froh, den ersten Platz auch heuer noch erreicht zu haben, der Heimrecht in jeder Playoff-Serie bis in ein mögliches Finale garantiert. "Der erste Platz war immer unser Ziel. Meine Mannschaft hat sich mit großem Einsatz selbst belohnt für eine gute reguläre Saison", sagte Trainer Don Jackson. "Ich bin stolz auf die Jungs." Mit 107 Punkten erreichten die Red Bulls sogar einen neuen Klubrekord, zur Belohnung gibt’s nun drei Tage frei.

"Es ist gut, dass wir nun ein paar Tage zum Ausruhen haben", meinte Jackson. Und Topscorer Keith Aucoin sagte: "Einige Spieler haben kleinere Blessuren, die sie nun auskurieren können." Am Dienstag, 7. März, wird es schließlich ernst, im Viertelfinale empfängt der EHC dann Berlin, Straubing oder Bremerhaven, der Gegner steht erst nach der Playoff-Qualifikationsrunde fest. Auf wen es dann besonders ankommt: Die AZ zeigt die Schlüsselspieler des EHC in der Hauptrunde.

Der Topscorer: Keith Aucoin

Mit 15 Toren und 34 Vorlagen landete Aucoin ligaweit auf Platz drei. Wie wichtig er ist, zeigte der 38-jährige Amerikaner auch in Bremerhaven, als er mit drei Vorlagen großen Anteil am Sieg hatte. "Wir wollten den ersten Platz unbedingt, wir sind sehr zufrieden, dass wir das noch geschafft haben", sagte Aucoin. "Jetzt wollen wir das Gefühl vom letzten Jahr wieder aufleben lassen."

Der Toptorjäger: Jason Jaffray

Mit 19 Toren war der Kanadier in der Hauptrunde der treffsicherste EHC-Star. Bitter: Mitte Februar verletzte sich Jaffray am Oberkörper und wird zu Beginn der Playoffs wohl fehlen. "Ich hoffe, dass ich früh in den Playoffs wieder dabei bin", sagte Jaffray zuletzt bei telekomeishockey.de. Das Toreschießen ist beim EHC, der mit 188 Treffern die meisten in der DEL erzielte, aber auf viele Schultern verteilt: Neun Spieler erzielten zehn Tore oder mehr.

Der Kapitän: Michael Wolf

Einer, der jederzeit in die Bresche springen kann, ist Kapitän Michael Wolf. Mit 17 Toren und 28 Vorlagen landete er ligaweit auf Platz 10. Doch Wolf mahnt vor den Playoffs in der "Eishockey News": "Wir müssen noch konstanter spielen und wieder so aufs Eis gehen wie zu Beginn und Mitte der Saison."

Das Raubein: Steve Pinizzotto

Mit seiner Härte soll dem "Sheriff" in den Playoffs wieder eine Schlüsselrolle zukommen. In der Strafzeitenstatistik belegte Pinizzotto heuer zwar nur Platz neun (114 Strafminuten), benögtigte dafür aber nur die Hälfte der Spiele (26). Zuletzt fehlte auch er verletzt, wird aber wohl im Viertelfinale wieder eingreifen können.

Der Topverteidiger: Konrad Abeltshauser

Mit seiner lockeren Art ist der gebürtige Tölzer in seiner ersten vollen Saison eine große Bereicherung für den EHC. Mit zehn Toren und 21 Assists der viertstärkste Offfensivverteidiger der DEL.

Der Allrounder: Yannic Seidenberg

Ob in der Verteidigung wie zu Beginn der Saison oder als Stürmer: Seidenberg überzeugte auf jeder Position, war mit 41 Punkten der drittbeste Scorer des EHC und hatte die beste Plus-Minus-Wertung der Liga.

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