Der EHC München und die Meisterfrage

Der EHC Red Bull München ist Hauptrunden-Sieger. Was passiert, wenn der Spielbetrieb in der DEL wegen des Coronavirus ausgesetzt werden muss?
| Matthias Kerber
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Der EHC Red Bull München ist Hauptrunden-Sieger – und auch Meister, wenn das Coronavirus die Liga erschüttern sollte?
imago images / Eibner Der EHC Red Bull München ist Hauptrunden-Sieger – und auch Meister, wenn das Coronavirus die Liga erschüttern sollte?

München - Es ist fix: 50 Spieltage am Stück wird der EHC Red Bull in dieser Saison den Platz an der Eishockey-Sonne, Tabellenplatz 1, innehaben.

In der dritten Partie dieser Saison, dem 7:2-Sieg bei Meister Adler Mannheim am 20. September, kletterte der Vizemeister auf den Hauptrunden-Thron, und durch den 3:2-Sieg nach Verlängerung über Schwenningen am Sonntag kann das Team von Trainer Don Jackson bei noch zwei ausstehenden Partien nicht mehr von der Spitze gestürzt werden.

Bei Coronavirus: Wird der Ligabetrieb ausgesetzt?

München ist Hauptrunden-Sieger und hat sich damit das Heimrecht für alle Playoff-Serien gesichert.

Aber ist der EHC gar schon Meister? Was passiert, wenn aufgrund des Coronavirus der Ligabetrieb – wie ja bereits in den Schweizer Eishockeyligen geschehen – ausgesetzt werden muss? Die AZ fragte bei der DEL nach.

DEL ist in Kontakt mit Gesundheitsämtern und Behörden

"Wir haben intern über Szenarien diskutiert und diese auch zu Papier gebracht, da man notfalls zügig reagieren muss", sagte Sprecher Konstantin Krüger, "wir befinden uns in Kontakt zu den Gesundheitsämtern, den Behörden, die in letzter Instanz für die Auflagen und Absagen zuständig wären. Wir gehen aber aktuell nicht davon aus, dass es so weit kommt, dass die möglichen Szenarien umgesetzt werden müssen." 

Klar ist, die DEL hat kaum Ausweichmöglichkeiten. Das mögliche letzte Finalspiel würde am 30. April stattfinden, die Verträge der Spieler sind regelmäßig nur bis Ende April datiert, zudem beginnt die Eishockey-WM am 8. Mai.

EHC hat bereits auf Coronavirus reagiert

Die Austragung von Geisterspielen wäre für die – eh notorisch klammen – Vereine ein finanzielles Fiasko, da Zuschauereinnahmen wegfallen würden.

Beim EHC hat man auf den Virus reagiert. So werden nach den Spielen keine Pressekonferenzen mehr stattfinden, zudem gibt es keine Mixed-Zone-Termine mehr, in denen sich Spieler den Fragen der Journalisten stellen. Interviews dürfen nur noch telefonisch geführt werden.

Lesen Sie auch: Derek Roy -

Lesen Sie hier: EHC Red Bull als Spitzenreiter in die Playoffs

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