Doppelter Corona-Knockout: Kickboxerin Marie Lang zum zweiten Mal infiziert

Die Kickbox-Queen Marie Lang hat sich mit Corona infiziert und das bereits zum zweiten Mal.
| Matthias Kerber
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"Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Nehmt Corona ernst", sagt Kickbox-Queen Lang, die gerade eine Covid-19-Infektion überstanden hat.
"Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Nehmt Corona ernst", sagt Kickbox-Queen Lang, die gerade eine Covid-19-Infektion überstanden hat. © imago images/Future Image

München - Hallo, Marie Lang hier", meldet sich Münchens Kickbox-Queen am Telefon.

Weltmeisterin kämpft mit Corona-Nachwirkungen

Die Stimme ist rau, ein bisschen kratzig. "Das ist meine verruchte, sexy Stimme", sagt die 33-jährige Weltmeisterin - und lacht. Ein leichter Huster mischt sich dabei unter das Lachen. Denn Lang kämpft noch mit den Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung.

"Am Tag vor dem neuerlichen Lockdown ging es bei mir los. Mir ging es von null auf hundert wirklich schlecht. Ich hatte starke Gliederschmerzen, Fieber, und es gab vorher überhaupt keine Anzeichen", sagte Lang, "dazu diese Lungenschmerzen, die ich leider immer noch habe. Ich bin zwar nicht mehr ansteckend, aber ich betreibe noch keinen Sport. Am Freitag geht es zum Arzt, dann lasse ich mich von Kopf bis Fuß durchchecken. Ich habe echt Mega-Angst vor Folgeschäden."

Kickboxerin raus aus der Quarantäne

Vierzehn Tage war Lang in Quarantäne, am Montag durfte sie dann endlich wieder raus. Raus aus den eigenen vier Wänden, die mit jedem Tag näher zu kommen schienen. Raus an die frische Luft. Mal zur Post, was Einkaufen. "Diese kleinen Dinge waren mein Highlight in dieser Woche. Es war echt ätzend, so eingesperrt zu sein mit sich und seinen Gedanken", sagte Lang: "Denn natürlich hat man auch Angst. Diese Ungewissheit nimmt einen mit. Aber zum Glück habe ich selber niemanden angesteckt. Mein Freund ist negativ und alle, mit denen ich in Kontakt war, auch."

"Ich habe noch Lungenschmerzen", sagt Kickboxerin Marie Lang (r.).
"Ich habe noch Lungenschmerzen", sagt Kickboxerin Marie Lang (r.). © imago images/Stefan Bösl

Wo sich die Kickboxerin, die im Ring keinem Kampf aus dem Weg geht, den Virus, diesen winzigen, unsichtbaren Feind, eingefangen hat, weiß sie nicht.

Marie Lang schon im Februar infiziert

Wieder nicht, denn Lang gehört zu den wenigen Fällen, die sich ein zweites Mal infiziert haben. "Im Februar, als Corona noch nicht so das Thema war, hatte ich eine Grippe, die nicht wegging und eben auch Lungenschmerzen, die eineinhalb Monate angehalten haben", sagt Lang, "ich habe mich dann testen lassen und dabei wurden bei mir Antikörper nachgewiesen. Ich hatte also schon damals Corona."

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Der doppelte Corona-Knockout für Münchens Kickbox-Queen. "Deswegen regen mich auch die Leute brutal auf, die glauben, sich nicht an die Regeln halten zu müssen", sagt Lang, "ja, es ist meganervig, wir sind ein anderes Leben gewohnt, aber es gibt keine Alternative. Die, die jetzt als Könige der Unvernunft rumlaufen, gefährden, dass wir zu Weihnachten unsere Familien sehen können. Das geht mir nicht in den Kopf. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Nehmt Corona ernst!"

Lungenvolumen teilweise um 20 Prozent geringer

Denn Corona zwingt selbst Leistungssportler wie Lang in die Knie. "Wegen meiner Lungenschmerzen habe ich auch Kontakt zu Ringer-Weltmeister Frank Stäbler aufgenommen, der ja auch schon Corona hatte und es überstanden hat. Doch bei der Nachuntersuchung wurde bei ihm festgestellt, dass sein Lungenvolumen jetzt um 20 Prozent geringer ist, als vor der Erkrankung", sagt Lang, "20 Prozent: Das ist der Horror."

 

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