Doha: Kerber landet unsanft im Tennis-Alltag

Was für ein bitterer Abstecher nach Doha für Angelique Kerber - das erste Turniermatch seit den Australian Open geht sang- und klanglos verloren. Die Melbourne-Siegerin wirkte ratlos.  
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Angelique Kerber leistete sich gegen Zheng insgesamt 38 unbedrängte Fehler - ihr fehlten Spritzigkeit und Power.
Imago Angelique Kerber leistete sich gegen Zheng insgesamt 38 unbedrängte Fehler - ihr fehlten Spritzigkeit und Power.

Was für ein bitterer Abstecher nach Doha für Angelique Kerber - das erste Turniermatch seit den Australian Open geht sang- und klanglos verloren. Die Melbourne-Siegerin wirkte ratlos.

Doha - Bei ihrer Rückkehr in den Tour-Alltag ist Angelique Kerber 24 Tage nach ihrer Sternstunde in Melbourne unsanft gelandet.

Die entkräftete Australian-Open-Gewinnerin verlor ihr Auftaktmatch beim WTA-Turnier in Doha überraschend in 1:19 Stunden mit 5:7, 1:6 gegen die Chinesin Saisai Zheng (WTA-Nr. 73) und verpasste das Achtelfinale.

Der topgesetzten Kerber waren die Strapazen der vergangenen Wochen deutlich anzumerken. Ihr fehlten Spritzigkeit und Power. Bereits nach dem Verlust des ersten Satzes, in dem sie sich 15 unbedrängte Fehler leistete, hatte die Weltranglistenzweite zu ihrem herbeigerufenen Coach Torben Beltz gesagt: "Ich fühle mich sowas von leer."

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Kerber kämpfte zwar, aber die Linkshänderin fand gegen die krasse Außenseiterin Zheng nie zu ihrem soliden und gefürchteten Spiel. Zuvor hatte Andrea Petkovic (Darmstadt) beim mit 2,82 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turnier das Achtelfinale erreicht.

Die deutsche Nummer zwei gewann souverän mit 6:3, 6:3 gegen Margarita Gasparjan (Russland) und trifft nun am Mittwoch auf die Amerikanerin Coco Vandeweghe, die überraschend Belinda Bencic (Schweiz/Nr. 6) ausschaltete.

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"Ich merke, dass ich Schritt für Schritt vorankomme. Ich bin auf dem richtigen Weg", sagte die Weltranglisten-27. Petkovic, die vor der Saison Jan de Witt als Trainer verpflichtet hatte. Kerber hatte vor gut drei Wochen in Melbourne ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt und dabei im Finale die 21-malige Major-Gewinnerin Serena Williams (USA) bezwungen.

Die Nachwirkungen des Medienrummels waren der erschöpften Kerber in Doha deutlich anzumerken. Ihre Teilnahme am Turnier in der vergangenen Woche in Dubai hatte sie wegen einer Oberschenkelverletzung abgesagt.

Davor hatte Kerber noch zwei Matches im Fed-Cup-Duell gegen die Schweiz (2:3) absolviert. Gegen Timea Bacsinszky hatte die Kielerin gewonnen - gegen Bencic dann völlig entkräftet verloren.

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