Dissinger kritisiert Handball-Kalender: "Es ist zu viel"

Europa- oder Weltmeisterschaft, Olympia, Champions League und natürlich die Bundesliga. Das Pensum für einen Handballspieler in einer Saison ist enorm. Christian Dissinger vom THW Kiel zieht deswegen jetzt Konsequenzen.
| az/SID
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Christian Dissinger (r.) pausiert in der Nationalmannschaft. Er möchte sich voll auf seinen Verein, den THW Kiel, konzentrieren.
dpa Christian Dissinger (r.) pausiert in der Nationalmannschaft. Er möchte sich voll auf seinen Verein, den THW Kiel, konzentrieren.

Kiel - Christian Dissinger (24) hat den vollen Terminkalender im Handball kritisiert und wird eine längere Pause in der Nationalmannschaft einlegen. "Ich habe mit Bundestrainer Dagur Sigurdsson gesprochen und ihm gesagt, dass ich für den gesamten Rest der Saison meinen Schwerpunkt auf den THW legen möchte", sagte der Kieler der FAZ. Der Rückraumspieler steht bis zum Sommer nicht zur Verfügung und verpasst damit die WM im Januar in Frankreich.

"Ich war von den vergangenen acht Monaten fünf verletzt", begründete Dissinger seine Entscheidung. Nach einer Notoperation bei den Olympischen Spielen in Rio wegen eines schweren Blutergusses im Oberschenkel hatte sich der Profi nach der Rückkehr in Deutschland zwei weiteren Eingriffen unterzogen.

Lesen Sie hier: Rhein-Neckar Löwen gewinnen erstmals Supercup

Bereits bei der Europameisterschaft, die mit dem Gold-Coup der deutschen Mannschaft endete, war für ihn wegen einer Verletzung vorzeitig Schluss gewesen. "Das ist Pech", sagte Dissinger, "ein Problem ist aber auch die Belastung. Aus Sportmarketing-Gesichtspunkten ist der Terminkalender der Handballer vielleicht sinnvoll, betrachtet man die Belastung der Spieler, ist er das sicher nicht."

Zwar hätten Handballer "eine unglaubliche Willenskraft, aber es gibt immer wieder Grenzfälle, die beweisen: "Es ist zu viel." Dissinger absolviert beim THW wieder das komplette Lauftraining. "Wann ich wieder spielen kann, ist ungewiss. Ich fühle mich fit und bin überzeugt, auch endlich mal wieder über einen längeren Zeitraum richtig fit zu werden." Sigurdsson sei vom Rückzug nicht begeistert gewesen, "aber er versteht meinen Schritt. Dafür bin ich ihm dankbar."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren