Die Serie ist gerissen

Die beeindruckende Siegesserie des FC Bayern München ist nach 13 Pflichtspiel-Erfolgen hintereinander gerissen. Im 180. bayerischen Derby kam der deutsche Fußball-Rekordmeister am Samstag nicht über ein 1:1 (1:0) beim „Kellerkind“ 1. FC Nürnberg hinaus.
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Bastian Schweinsteiger im Zweikampf mit Nürnbergs Andreas Wolf.
dpa Bastian Schweinsteiger im Zweikampf mit Nürnbergs Andreas Wolf.

NÜRNBERG - Die beeindruckende Siegesserie des FC Bayern München ist nach 13 Pflichtspiel-Erfolgen hintereinander gerissen. Im 180. bayerischen Derby kam der deutsche Fußball-Rekordmeister am Samstag nicht über ein 1:1 (1:0) beim „Kellerkind“ 1. FC Nürnberg hinaus.

Die Bayern mussten erstmals seit dem 22. November 2009 wieder einen Punktverlust hinnehmen. Thomas Müller (38. Minute) hatte die Bayern vor 48 548 Zuschauern in der ausverkauften Nürnberger Arena mit seinem siebten Saisontor in Führung gebracht, Ilkay Gündogan (54.) vermieste den Münchnern aber mit seinem Treffer die Party.

Nürnbergs Coach Dieter Hecking hatte im Vorfeld selbstbewusst eine „Überraschungsaufstellung“ gegen den haushohen Favoriten aus München angekündigt. Im Klartext bedeutete dies nichts anderes als ein kompaktes Defensivbollwerk, mit Hilfe dessen sich die Gastgeber von Beginn an hinten verschanzten. Die Bayern taten sich drei Tage nach ihrem glücklichen Sieg in der Champions League gegen den AC Florenz (2:1) zunächst schwer und kamen kaum einmal gefährlich vors Tor. Bis auf eine Chance von Mario Gomez (6.), die Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer per Fußabwehr entschärfte, blieb zunächst vieles Stückwerk.

Im Angriff harmlose Nürnberger

Das allerdings galt umso mehr für die vorne vollkommen harmlosen Franken: Ihre auferlegte Defensivtaktik schien den „Clubberern“ auch den Mut zu nehmen, sobald die Mittellinie denn mal überschritten war. Hecking hatte seinen Mittelfeldakteur Mike Frantz bei eigenem Ballbesitz zwar zur hängenden Spitze umfunktioniert; der Nürnberger fand aber mehrmals in der Gästeabwehr um den erstmals in die Startelf berufenen Diego Contento seinen Meister.

Arjen Robbens abgefälschter Schuss knapp neben das Tor (29.) leitete kurz vor der Pause die Schlussoffensive des FCB ein, die doch noch die verdiente Führung brachte: Eine schöne Kombination am linken Flügel über Ivica Olic und Gomez vollendete Eigengewächs Müller mit einem satten Schuss fast vom Elfmeterpunkt unter die Querlatte. Kurz darauf hätte Olic (45.) mit einer Volleyabnahme fast noch einen drauf gesetzt, der Kroate verfehlte aber knapp das Tor.

Die Bayern rennen planlos an

Ohne ihren zur Halbzeit ausgetauschten Flügelflitzer Arjen Robben schien den Bayern nach Wiederbeginn die rechte Konzentration zu fehlen. Mit viel Schwung und Angreifer Maxim Choupo-Moting für den indisponierten Mittelstürmer Angelos Charisteas versuchte Nürnberg das Blatt zu wenden. Tatsächlich gelang den Franken mit ihrer ersten Chance auch gleich der Ausgleich: Gündogan nutzte einen Fehler von Bayern-Torwart Jörg Butt, der Choupo-Motings Schuss nur abprallen ließ. Noch mit dem Glücksgefühl seines ersten Bundesliga-Treffers im Bauch hatte der 19-Jährige nur 60 Sekunden später sogar das 2:1 auf dem Fuß, sein Distanzschuss verfehlte das Tor aber knapp.

Die Bayern reagierten wütend, aber ohne Robben und den verletzten Franck Ribéry (Unterschenkelprellung) auch zunehmend planlos. Kurz vor Schluss vergab Mario Gomez (77.) die größte Ausgleichschance gegen famos kämpfende Franken, als der Nationalstürmer aus Nahdistanz am spektakulär reagierenden FCN-Torwart Schäfer scheiterte.

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