Der Mercedes-Rennstall hat seinen neuen Wagen für die Formel 1 vorgestellt

Mercedes GP präsentiert in Silverstone seinen neuen Formel-1-Renner. "Das detaillierteste Auto der Geschichte", lobt Fahrer Lewis Hamilton.
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Das neue Mercedes-Modell F1 W08 Hybrid EQ Power: auf den ersten Blick fällt bei dem neuen Silberpfeil die schlankere Heckfinne auf.
Imago/Crash Media Group Das neue Mercedes-Modell F1 W08 Hybrid EQ Power: auf den ersten Blick fällt bei dem neuen Silberpfeil die schlankere Heckfinne auf.

Silverstone - Heftige Orkanböen pfiffen über Silverstone und begleiteten die wohl meist erwartete Autopräsentation des Jahres. Denn im Herzen des britischen Motorsports führte Mercedes gestern seinen neuen Formel-1-Boliden zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Und die ersten Runden absolvierte der W08 – so der Name des neuen Silberpfeils – trotz des miesen Wetters tadellos.

"Das Auto sieht unglaublich aus", schwärmte der dreimalige Weltmeister Lewis Hamilton, der die Ehre hatte, den neuen Dienstwagen auf den ersten Metern zu lenken: "Es ist so ziemlich das detaillierteste Auto der Formel-1-Geschichte." Und auch sein neuer Teamkollege und Rosberg-Nachfolger Valtteri Bottas konnte es "kaum abwarten, endlich damit zu fahren. Für mich ist das ein ganz großer Tag."

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Doch die beiden Piloten waren nur Statisten neben ihrem nagelneuen Arbeitsgerät, das sich schon jetzt von der Konkurrenz abhebt. Auffällig ist etwa die harmonisch geschwungene Frontpartie mit der eleganten, runden Nase. Ein weiteres Merkmal des W08: Die bei allen anderen Autos der neuen F1-Generation übliche "Haifischflosse" hinter dem Fahrer-Cockpit fehlt. Dafür sind die Farben altbewährt: Silber, Schwarz, das Türkis des Hauptsponsors und als neues Element ein paar Blautöne im neuen Hybrid-Logo "BlueTec".

"Sieht nach einem Weltmeister-Auto aus"

Für Motorsportfans dürften die neuen Reifen aber wohl der größte Hingucker sein. Die sind nämlich megabreit. Und gemäß den gravierenden Regeländerungen ab dieser Saison misst auch der Wagen selbst um einiges mehr: Statt 1,80 Meter sind es nunmehr 2,00 Meter. "Es ist ein bisschen retro, ein bisschen wie in den 80ern", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Die kräftiger anmutenden Boliden sollen zwischen drei und fünf Sekunden pro Runde schneller sein.

Was die Erwartungen an das eigene Team betrifft, mahnte Wolff aber zu Vorsicht: "Es ist eine neue Ära angebrochen", erklärte er bezüglich der neuen Reglementierungen. "Wir fangen alle bei Null an." Nichtsdestotrotz: "Es sieht nach einem Weltmeister-Auto aus", so Wolff, aber "das muss es auch auf der Stoppuhr sein." Der aktuelle Weltmeister war aber zum ersten Mal in der Geschichte des Rennstalls nicht mehr bei einer Präsentation dabei. Rosberg trat nach seinem Titel überraschend zurück. Für Hamilton kein Problem: "Sicher wird es am Anfang seltsam sein, dass nicht er es ist, der in der Box neben mir steht, aber ich habe noch nie in meiner Karriere einen Teamkollegen vermisst."

Verhaltenskatalog für Hamilton und Bottas

Damit es zwischen Hamilton und Neu-Kollege Bottas nicht zu Reibereien kommt wie es in der vergangenen Saison zwischen dem Briten und Rosberg der Fall war, hat der Rennstall in gleich zu Beginn der Zusammenarbeit einen Verhaltenskatalog aufgestellt. "Wir haben ein internes Papier, das über die Jahre mit der Erfahrung gewachsen ist". Aber man müsse erstmal die Dynamik zwischen beiden Piloten abwarten. Hamilton zeigte sich bereits artig: "Ich bin bereit, diese Beziehung zwischen uns mit meiner Erfahrung und meiner Reife zu führen." Denn will er wieder erfolgreich sein, muss die Stimmung im Team besser sein als das Wetter am Donnerstag.

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