Bayern-Basketballer im Dauerduell mit ALBA

Das wird ein Spaß: Nach der Pokal-Finalpleite gegen Alba haben die Basketballer des FC Bayern das zweifelhafte Vergnügen, binnen sieben Tagen noch drei Mal gegen die Berliner zu spielen.
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Frust pur bei den Bayern-Basketballern Dusko Savanovic, Justin Cobbs und Deon Thompson (von links).
sampics/Augenklick Frust pur bei den Bayern-Basketballern Dusko Savanovic, Justin Cobbs und Deon Thompson (von links).

Das wird ein Spaß: Nach der Pokal-Finalpleite gegen ALBA haben die Basketballer des FC Bayern das zweifelhafte Vergnügen, binnen sieben Tagen noch drei Mal gegen die Berliner zu spielen.

München - Berlin, Berlin, und dann nochmal Berlin. Abwechslung steht beim FC Bayern Basketball erst einmal nicht auf dem Programm.

Innerhalb von sieben Tagen muss der Vizemeister nach der bitteren Pleite im "Finale dahoam" drei weitere Male gegen den neuen Pokalsieger ran. Es gibt ganz sicher schönere Wege, eine derartige Enttäuschung zu verarbeiten.

"Ich finde das super. Für die Entwicklung der Mannschaft ist das wichtig", sagte Svetislav Pesic mit Blick auf den Terminkalender. Der Trainer der Bayern-Basketballer gab sich viel Mühe, der bevorstehenden Serie gegen seinen früheren Klub etwas Positives abzugewinnen.

 

 

Die Lust der Mannschaft auf das Dauerduell dürfte nicht ganz so groß sein. Am Mittwoch und dem darauffolgenden Dienstag stehen Hin- und Rückspiel im Achtelfinale des Eurocups auf dem Programm, dazwischen liegt das Duell in der Bundesliga (Sonntag).

Wiedergutmachung für die Niederlage bei der ersten Teilnahme an einem Pokalfinale seit dem Aufstieg können die Bayern nicht betreiben - höchstens noch mehr verlieren.

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Pesic weiß, dass die Bayern eine riesige Chance verpasst haben. Mit nur zwei Siegen wäre der Pokalgewinn beim Top Four möglich gewesen, am Ende hieß es 65:67. Die erste Titelchance ist unwiederbringlich weg, immerhin bleiben zwei weitere.

"Wir sind in der letzten Februar-Woche. Die Saison ist noch nicht vorbei", betonte Pesic. Der Serbe kann sich etwas damit trösten, dass seine Spieler in Sachen Meisterschaft ein Zeichen gesetzt haben. Der überzeugende Halbfinalsieg gegen Meister Brose Baskets Bamberg (86:79) hat deutlich gemacht, dass in den Play-offs wieder mit den Bayern zu rechnen sein wird.

 

Jetzt heißt es: In Berlin zurückkommen

 

Bis dahin bleibt viel Zeit. Erst einmal geht es darum, in Berlin zurückzuschlagen. ALBA ist gewarnt. "Es bedeutet nichts", antwortete Geschäftsführer Marco Baldi auf die Frage, welche Auswirkungen der Pokalsieg denn wohl auf den anstehenden Dreierpack habe.

"Das heute war das wichtigste Spiel", stellte der frühere Profi klar und warnte: "Die wissen, wie man mit so einer Niederlage umgehen muss." Ganz ähnlich äußerte sich sein Trainer.

"Wir sollten nicht zu viel feiern", sagte Sasa Obradovic: "Als Play-off-erfahrenes Team wissen die Bayern, wie man nach Niederlagen zu spielen hat. Wir sind jetzt kein Favorit." Natürlich werden die Berliner versuchen, die Bayern weiter zu ärgern.

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Besonders in der Bundesliga wäre ein Sieg enorm wichtig. ALBA ist nur Tabellensechster, München Zweiter. Passen die Berliner nicht auf, geht es gleich zum Auftakt der Meisterrunde wieder gegen die Bayern.

Echte Erkenntnisse zu den Kräfteverhältnissen in der Meisterschaft gab es bei der Finalrunde in München nicht.

Es blieben mehr Fragen als Antworten. Favorit Bamberg unterlag München, Favorit München unterlag Berlin. Alle drei Teams dürfen sich Titelhoffnungen machen, und die Frankfurt Skyliners verkauften sich im Halbfinale gegen Alba ebenfalls teuer.

Pesic will die Serie gegen Berlin nutzen, um sein Team für den Endspurt besser zu machen. Er wolle sehen "was die Mannschaft lernt", so der 66-Jährige. Nach dem Scheitern im Pokal sei das erste Zwischenziel klar: "Es ist immer besser, das nächste Spiel zu gewinnen."

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